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UBS bleibt bullish für Aktien, KI dürfte Rally weiter antreiben

Trotz geopolitischer Unsicherheiten und gestiegener Anleiherenditen bleibt UBS-CIO Mark Haefele für Aktien optimistisch. Die anhaltenden KI-Investitionen dürften die Märkte weiter stützen und die Aktienrally auf eine breitere Basis stellen. Er sieht aber auch Risiken.

Mark Haefele, UBS: "Unser Basisszenario ist, dass Aktien in den kommenden sechs bis zwölf Monaten weiter zulegen können."
Mark Haefele, UBS: "Unser Basisszenario ist, dass Aktien in den kommenden sechs bis zwölf Monaten weiter zulegen können."© UBS Asset Management

Eckpunkte:

  • UBS sieht S&P 500 Mitte 2027 bei 8200 Punkten
  • Zulieferer der KI-Industrie besonders attraktiv
  • Risikoszenarien beachten, Klumpenrisiken meiden

Die Aktienmärkte dürften nach Einschätzung von Mark Haefele in den kommenden zwölf Monaten weiter zulegen. Treiber seien vor allem ein anhaltend starkes Gewinnwachstum der Unternehmen und hohe Investitionen in Künstliche Intelligenz. "Unser Basisszenario ist, dass Aktien in den kommenden sechs bis zwölf Monaten weiter zulegen können", schreibt der CIO von UBS Global Wealth Management in seinem aktuellen House View und erwartet , dass der S&P 500 bis Juni 2027 auf 8.200 Punkte steigen wird.

Für die zweite Jahreshälfte rechnet Haefele damit, dass der KI-getriebene Teil des Marktes weitere Kursgewinne ermöglicht und sich die Rally zunehmend auf andere Marktsegmente ausweitet. Trotz aufkommender Fragen, ob die Erwartungen an KI inzwischen zu hoch seien, betrachtet er die Technologie weiterhin als strukturelle Investmentchance. Die Nachfrage sei nicht nur intakt, sondern breite sich über immer mehr Unternehmen aus.

„Künstliche Intelligenz hat sich in diesem Jahr als wichtigster Treiber der Märkte erwiesen“, schreibt Haefele. Anleger, die sich im ersten Halbjahr zu stark auf geopolitische Schlagzeilen konzentriert hätten, könnten den entscheidenden Markttrend verpasst haben.

Spitzhacke-und-Schaufel-Anbieter
Besonders positiv beurteilt Haefele die „Spitzhacken-und-Schaufeln“-Anbieter des KI-Booms aus den Bereichen Halbleiterausrüstung, Prozessoren, Chipfertigung, Chipmontage und Speicherchips. Hier seien Nachfrage, Preissetzungsmacht und Gewinndynamik besonders stark ausgeprägt. Regional sieht er die größten Vorteile für die USA, Südkorea und Japan.

Im Basisszenario dürften anhaltend hohe KI-Investitionen, eine robuste US-Konjunktur, laufende Fiskalprogramme und eine starke Kreditvergabe die Unternehmensgewinne weiter stützen. Als Risiken für die zweite Jahreshälfte nennt Haefele einen möglichen Vertrauensverlust in die KI-Wachstumsstory, eine schwächere Entwicklung der Wirtschaft außerhalb des Technologiesektors sowie steigende Finanzierungskosten.

Gleichzeitig mahnt er zur Diversifikation. Die zunehmende Spreizung der Aktienrenditen erhöhe die Risiken konzentrierter Portfolios. Nach Angaben von UBS halten fast 40 Prozent der Anleger mit selbst verwalteten Portfolios mehr als die Hälfte ihres Aktienvermögens in zehn oder weniger Titeln. (dv)

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