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UBPs Casanova erwartet weitere Kursverluste

Der Senior Economist Asien bei Union Bancaire Privée (UBP), Carlos Casanova, ist für den chinesischen Markt pessimistisch eingestellt und rät zum Abbau allfällig noch bestehender Positionen. Dafür sprechen gleich mehrere Gründe.

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© ibreakstock / stock.adobe.com

Bereits seit mehreren Wochen versuchen dem die chinesischen Behörden mit der Abriegelung Shanghais gegen den Ausbruch der Variante Omicron BA.2 vorzugehen. Inzwischen sind auch andere Städte betroffen. Das sollte irgendwann negative Implikationen auf das Wirtschaftswachstum in China und in Folge auch auf das weltweite Wachstum haben.

Eingesperrte Konsumenten
Carlos Casanova, Senior Economist Asien bei Union Bancaire Privée (UBP), rechnet damit, dass die Abriegelungsmaßnahmen das Wachstum im 2. Quartal erheblich beeinträchtigen werden, obwohl die Zahlen für das 1. Quartal mit einem Plus von 4,8 Prozent im Jahresvergleich stärker als erwartet ausfielen: „Der Inlandsverbrauch wird zu Rückgängen führen. Schließlich befinden sich aktuell Gebiete, die 17 Prozent der chinesischen Wirtschaftsleistung repräsentieren im Lockdown. Allerdings ist ihr Anteil am nationalen Konsum wahrscheinlich viel höher, da sie die wichtigsten Verbrauchszentren sind. Einen ersten Eindruck davon haben wir bereits im März bekommen, als die Einzelhandelsumsätze um 3,5 Prozent im Jahresvergleich schrumpften, die ersten negativen Daten seit Juli 2020. Für April und Mai erwarten wir einen noch stärkeren Rückgang.“

Die Hoffnung stirbt zuletzt
Gleichzeitig hält der Asien-Ökonom der UBP es für möglich, dass das chinesische Wachstum 2022 doch noch 5,0 Prozent erreichen könnte, wenn der Konsum nach Juni wieder anzieht. Die etwas lockerere Haltung der chinesischen Notenbank und niedrigere Hypothekenzinsen würden sich positiv auswirken. Aber: „Die schlimmsten Monate liegen jedoch noch vor uns.“

Zusätzlicher Druck
Casanova zufolge haben die Märkte die Auswirkungen einer schwächeren Konjunktur im zweiten Quartal noch nicht eingepreist. „Wir rechnen mit zusätzlichem Druck auf die Aktienrenditen, wachsendem Stress für Unternehmensanleihen und einer Abwertung der Landeswährung, bis Konjunkturmaßnahmen eine Erholungsphase im zweiten Halbjahr einleiten können.“

Risiken abbauen
Globale Anleger sollten sich weiterhin auf den Abbau von Risiken in ihren Portfolios konzentrieren, bis ein neues Gleichgewicht erreicht ist oder weitere Stimulierungsmaßnahmen der PBOC wirksam werden, was höchstwahrscheinlich gegen Ende des zweiten Halbjahres der Fall sein werde. Auch bei Unternehmensanleihen sei Vorsicht geboten. Das Tapering in den USA führt tendenziell zu einer Ausweitung der Zinsaufschläge für Unternehmensanleihen im Investment-Grade- und im High-Yield-Segment. (aa)

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