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UBP: Wie sich das Exposure im High-Yield-Segment optimieren lässt

Ob Hochzinsanleihen trotz ihrer bisherigen, guten Performance noch immer ein Investment wert sind, erläutert der Rentenchef von Union Bancaire Privée (UBP).

Philippe Gräub, Head of Fixed Income, Union Bancaire Privée (UBP)
Philippe Gräub, Head of Fixed Income, Union Bancaire Privée (UBP)



 
© Union Bancaire Privée (UBP)

Der weltweite High-Yield-Markt zeigte sich von der weltweit grassierenden Pandemie, steigenden Ausfallquoten und der ausgeprägten Volatilität an den Investmentmärkten weitgehend unbeeindruckt und bescherte den Anlegern 2020 eine positive Wertentwicklung. "Dies wirft natürlich die Frage auf, ob wir für den High-Yield-Markt für 2021 eine ähnlich gute Entwicklung sehen", fragt Philippe Gräub, Head of Fixed Income, Union Bancaire Privée (UBP), in einem aktuellen, "Institutional Money" exklusiv vorliegenden Kommentar.

Noch engere Spreads durchaus möglich
Die makroökonomischen Rahmenbedingungen sind laut Gräub gut für Risikomärkte, allen voran für das High Yield-Segment. Im Gegensatz zu anderen Anlageklassen des Rentenmarktes haben die Spreads am High Yield-Markt noch nicht zu den Tiefstständen zurückgefunden, die vor Covid-19 zu verzeichnen waren. Sollte dieser Fall doch eintreten, können sich High Yield-Anleger zusätzlich zu ihrem Carry über Wertsteigerungen freuen.

Gräub geht auch davon aus, dass sich die Zahl der Zahlungsausfälle 2021 im Rahmen halten wird, nachdem das abrupte Herunterfahren der Wirtschaft im Jahr 2020 Unternehmen mit dünner Kapitaldecke ungebremst in die Insolvenz getrieben hat, was die Zahlungsausfälle in die Höhe schnellen ließ.

Recory Rates gehen zurück
Üblicherweise sind die Erlösquoten (Recory Rates) in einer Rezession rückläufig. 2020 war hier keine Ausnahme, denn auch in diesem Jahr bewegten sich die Erlösquoten auf ähnlichem Niveau wie in früheren Abschwungphasen. Mit der schrittweisen Öffnung der Wirtschaft dürfte jedoch auch in diesem Punkt eine Normalisierung einsetzen. "Angesichts der Bereinigung des High Yield-Marktes und des wachsenden Optimismus in Bezug auf die Konjunkturaussichten rechnen wir für 2021 nicht mit extrem hohe Ausfallquoten", prognostiziert Gräub.

Die Zinsentwicklung behalten Gräub und sein Team allerdings ganz genau im Blick. Mit Zinssenkungen haben die globalen Zentralbanken versucht, der Krise Herr zu werden und den Druck aus den Finanzmärkten zu nehmen. Dies hat dazu geführt, dass das Zinsniveau nun an der effektiven Zinsuntergrenze liegt. Die vorsichtige Öffnung der Wirtschaft in vielen Ländern und die ersten Anzeichen einer Wachstumserholung manifestieren sich bereits in steigenden Zinsen, vor allem in der Mitte und am langen Ende der Zinskurve.

Das Zusammenspiel aus günstigen makroökonomischen Rahmenbedingungen, der erwarteten weiteren Einengung der High Yield-Spreads und der Aussicht auf einen zusätzlichen Anstieg des Zinsniveaus spricht aus unserer Sicht für einen hybriden Ansatz in Bezug auf die aktuelle High Yield-Positionierung mit einer Kombination aus niedriger Zinsallokation und einer vollen Risikoprämienallokation", erklärt Gräub abschließend. (aa)

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