Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:

Haben Sie jemals ein Einhorn gesehen?

Ad

Mutige Positionen in heute richtungsweisenden Technologieunternehmen sowie fünf Jahrzehnte Immobilieninvestments zeugen von unserer umfassenden Erfahrung im Bereich Private Assets. Wir kennen uns in Bereichen aus, die vielen nicht vertraut sind. Sprechen Sie uns an.

Anzeige
| Märkte
twitterlinkedInXING

Uber, Lyft, AirBnB, WeWork oder Slack: Sind diese IPOs kaufenswert?

Ob Anleger in Unternehmen der "Sharing Economy“ wie Lyft, AirBnB, WeWork, Uber oder Slack investieren oder davon lieber die Finger lassen sollten, analysiert Mark Hargraves, Head of Framlington Global Equities bei AXA Investment Managers.

fotolia_78417515_alf_photo.jpg
© ALF Photo / stock.adobe.com

Wohl jeder professioneller Marktteilnehmer träumt davon, bei Aktien wie Microsoft, Google, Facebook, Amazon oder anderen Kursvervielfachern von Anfang an dabei gewesen zu sein. Nun könnte die nächste Welle an solchen Unternehmen an die Börse kommen. Mark Hargraves, Head of Framlington Global Equities bei AXA Investment Managers, geht in einer aktuellen Markteinschätzung der Frage nach, ob Investoren Aktien von „Sharing Economy“-Unternehmen wie Uber, Lyft, AirBnB, WeWork oder Slack kaufen sollten oder nicht.

Der AXA-IM-Mann hat zum geplanten Börsengang von Uber am 9. Mai eine klare Meinung: „Bei Uber sind aus unserer Sicht noch Fragen zum aktuellen Carsharing-Modell offen. Es ist nicht klar, ob es attraktiv genug für ein nachhaltiges, langfristiges Investment ist.“ Nur dank einer stützenden Reihe von Risikokapitalfinanzierungen und viel zu niedrigen Preisen habe das Unternehmen bis heute Nutzer hinzugewinnen können. Profitabel sei Uber mit diesem Modell nicht. „Daher warten wir ab, ob Uber seine Rentabilität steigern kann, ohne die Preise zu erhöhen – denn die sind ausschlaggebend für das Gesamtangebot und die Wettbewerbsfähigkeit. Beim Carsharing ist die Konkurrenz groß.“

Gutes Händchen gefragt
Für Hargraves sind Geduld und Selektivität zwei wichtige Grundsätze bei jedem Investment, egal ob bei einem Börsengang oder am Sekundärmarkt. „Jeder Börsengang bietet Investoren den Zugang zu neuen Investmentmöglichkeiten. Heute sind das zum größten Teil neue Technologien oder Plattformen. Hierbei ist wichtig zu beachten, dass es oft länger dauert als prognostiziert, bis Innovationen wirtschaftlich rentabel werden. Und hat sich der Erfolg eingestellt, sind oft weitaus mehr Kunden betroffen als ursprünglich angenommen“, so Hargraves.
 
Wer früh in neue Technologien oder Innovationen investiere, könne zwar von einem anfänglichen kurzfristigen Aufschwung proftitieren – aber nicht alle Unternehmen seien auch auf lange Sicht erfolgreich. „Wer geduldig ist und beobachtet, wie gut sie letztlich Innovationen in ein wirtschaftlich tragfähiges Geschäftsmodell integrieren und in Gewinne umsetzen können, kann die Spreu vom Weizen trennen“, so Hargraves weiter. Zwar verpasse man auf diesem Weg möglicherweise einen Teil des kurzfristigen Aufschwungs – andererseits umgehe man damit aber auch die Volatilität, die die Einpreisung am Markt mit sich bringen könne. Auf diese Weise könnten Investoren mehr Sicherheit darüber gewinnen, welche Unternehmen sich voraussichtlich am nachhaltigsten entwickeln werden.

Vier Quartale abwarten
So galt Salesforce zunächst als einer von vielen Akteuren im Bereich der Customer-Relationsip-Management-Software (CRM), bevor es das Feld dominierte. Etwas Geduld hätte vielen Investoren dabei helfen können zu erkennen, welche Unternehmen in diesem Bereich langfristig Erfolg haben werden. „Wir bei Framlington Equities treffen unsere Entscheidungen anhand eines fundamentalen Bottom-up-Auswahlverfahrens, in dem wir uns die Erträge des investierten Kapitals und die freien Cashflows ansehen, sobald ein Unternehmen seit einiger Zeit öffentlich gelistet ist“, so Hargraves. So wartete AXA IM beispielsweise nach dem Börsengang von Facebook die Unternehmenszahlen aus vier vollen Quartale ab, ehe die Experten die kommerzielle Tragfähigkeit der Werbeplattform als bewiesen ansahen und in das Unternehmen investierten.

Waymo könnte interessant werden
Bis Uber einen nachhaltigeren Weg zur Rentabilität gefunden hat, hält Hargraves beim Thema Mobilität eine Reihe anderer Investment-Möglichkeiten im Auge. „Wir sind gespannt darauf zu sehen, welche Rolle die Automation in diesem Bereich spielen wird. Waymo zum Beispiel, eine Tochter von Googles Mutterkonzern Alphabet, ist führend in der Entwicklung von Technologien für autonome Fahrzeuge. Ende April kündigte Waymo die Eröffnung einer Fabrik in Detroit an, um eine Flotte von selbstfahrenden Autos zu bauen. Das unterstreicht das Engagement für die Zukunft der Mobilität“, schließt der Experte. (aa)
 

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen