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Türkei musste fast alle US-Staatsanleihen verkaufen

Das asiatisch/europäische Land veräußerte im ersten Monat des Iran-Kriegs fast alle US-Staatsanleihen, um die eigene Währung zu stützen.

Türkei
Türkei© natanaelginting / stock.adobe.com

Eckpunkte:

  • Türkei verkauft im ersten Monat des Iran-Kriegs fast alle US-Staatsanleihen
  • Investoren sehen nun näher hin, Aktienmarkt zuletzt unter Druck

Die Türkei hat im März nahezu ihren gesamten Bestand an US-Staatsanleihen verkauft und damit ihre Bemühungen verstärkt, die Lira angesichts des starken wirtschaftlichen Drucks durch steigende Energiekosten zu stützen. Das ist einem Bloomberg-Bericht zu entnehmen.

Nach von Bloomberg auf Basis offizieller US-Daten zusammengestellten Schätzungen sank der Bestand türkischer Investoren an US-Staatsanleihen bis Ende März auf 1,8 Milliarden Dollar, von 16 Milliarden Dollar im Vormonat. Die Zahlen umfassen Wertpapiere der Zentralbank sowie anderer türkischer Akteure, darunter Unternehmen.

Türkei muss derzeit viele Probleme meistern
Die Türkei hat in den vergangenen Wochen drastische Maßnahmen ergriffen, um eine Abwertung der Lira zu verhindern. Das Land, das nahezu seinen gesamten Energiebedarf importieren muss, kämpft mit den Folgen höherer Ölpreise infolge des US-Iran-Kriegs. Zusätzliche Turbulenzen erfassten die türkischen Märkte am Donnerstag, nachdem ein Gericht den Vorsitzenden der größten Oppositionspartei abgesetzt hatte.

Staatliche Banken verkauften am Donnerstag nach Angaben von Händlern rund sechs Milliarden Dollar zur Stützung der Lira. Der Leitindex Borsa Istanbul 100 verlor zum Handelsschluss 6,1 Prozent.

“Wir sehen starken Druck an den Devisenmärkten, weil viele Investoren wegen des türkischen Handelsdefizits und der politischen Risiken besorgt sind. Diese Kombination kann schwierig sein”, sagte Manuel Mondia, Portfoliomanager bei Aquila Asset Management. (aa)

Bestände von US-Staatsanleihen der Türkei

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