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Trump-Trade: Wie ist der Pensionsfonds der FED selbst aufgestellt?

Wie es scheint, glaubt die FED selbst nicht an den Trump-Reflationierungs-Trade. Die Positionierung ihrer Pensionskasse spricht Bände - und jedenfalls dagegen.

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© Fotolia

Die seit November anhaltende Trump-Rallye gründet sich darauf, dass die neue Administration die Wirtschaft durch Steuerreform und Infrastrukturausgaben ankurbeln werde, sodass Inflation und Leit- sowie Kapitalmarkt-Zinsen steigen würden. Die Aktienmärkte scheinen dieses Thema nach wie vor - trotz der misslungenen Obamacare-Reform, die die Schwäche der regierenden Republikaner offenlegte - zu spielen, der Rentenmarkt hat diesen Reflations-Trade wohl ausgepreist.

FED Pensionsfonds glaubt nicht an Trump

Relativ wenig von der Öffentlichkeit wahrgenommen wird die Tatsache, dass die FED für ihre Mitarbeiter eine Pensionskasse besitzt, deren Positionierung publiziert wird. Dort hat man jedenfalls Aktien leicht untergewichtet, Staatsanleihen jedoch übergewichtet. Diese Anti-Trump-Aufstellung mag auch daran liegen, dass nach acht Jahren Obama die Demokraten in der FED in der Überzahl sind.

Aktien untergewichtet 

​Thomas Costerg, Ökonom bei der Standard Chartered Bak, sah sich die letzten Geschäftsberichte an und veröffenltichte am 24.03.2017 seinen Kommentar dazu, aus dem der "Business Insider" fünf Tage später zitierte. Wie die veröffentlichten Daten zeigen, setzt sich das Pensions-Portfolio aus 50 Prozent Renten und lediglich 45,6 Prozent Aktien zum Jahresultimo 2016 zusammen (siehe Grafik).

Dabei zeigt der Trend der letzten Jahre, was die Aktiengewichtung anbelangt, südwärts. So bestand das Portfolio des FED-Pensionsfonds der Fed 2014 noch zu 48,3 Prozent aus Aktien, 2015 war es mit 47,7 Prozent etwas weniger, und 2016 kam es dann zu einem weiteren Rückgang der Aktienquote von 2,1 Prozentpunkten auf besagte 45,6 Prozent. Wie die obige Grafik zeigt, hatte der Aktienanteil im Krisenjahr 2009 noch bei strammen 65 Prozent gelegen, seither ist er rückläufig. Der Anteil der US-Aktien ging von 25,4 Prozent in 2015 auf 24,6 Prozent in 2016 zurück, und die Aktienbestände von außerhalb der USA reduzierten sich im gleichen Zeitraum von 17,8 auf 16,3 Prozent (siehe Grafik unten). 

Quelle: Standard Chartered

Fazit

Betrachtet man die abnehmende Aktienquote während der Langzeithausse seit März 2009, können den neutralen Beobachter leise Zweifel an der Kompetenz der FED bei der Verwaltung ihrer Pensionfondsgelder beschleichen. Hätte man ein tourliches Rebalancing der Qoten einmal pro Jahr betrieben, wogegen ja nichts einzuwenden ist, wäre die Partizipation der Pensionsgelder an der Aktienhausse deutlich höher gelegen. So wird das Resultat jedenfalls eine niedrigere Rente für der Beschäftigten sein. (kb)

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