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Trotz Fed-Entscheidung sind Bitcoin und Ethereum im Aufwind

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© Eisenhans / stock.adobe.com

Der mit Beginn der Covid-19-Krise gestartete quantitative Lockerungsansatz der Fed könnte bald ein Ende haben. Das verkündete die US-Notenbank letzte Woche. "Der darauffolgende Verkaufsdruck konnte vom Kryptomarkt jedoch sehr gut absorbiert werden, wie zwei neue Allzeithochs für Bitcoin und Ethereum – 68.500 US-Dollar und 4.850 US-Dollar – eindrucksvoll unter Beweis stellten", bestätigt Karim AbdelMawla, Research Associate bei 21Shares.  

Fed-Tapering-Ankündigung gilt als bearishes Signal für Kryptos
Der in dieser Ankündigung geäußerte Ton der Fed wird gewöhnlicherweise als bärisches Signal für risikobehaftete Vermögenswerte wie Kryptos und Aktien angesehen. Das liegt daran, dass die Bemühungen der Zentralbanken, die steigende Inflation mit geldpolitischen Maßnahmen einzudämmen, die Rolle beider Vermögenswerte als Inflationsschutz zunichte macht. Indem das Gelddruckprogramm, welches die Wirtschaft nach dem Ausbruch der Pandemie am Laufen halten sollte (Quantitative Lockerung), zurückgeschraubt wird, werden die Renditen unterdrückt und die Anleihekurse angehoben.

Bloß Konsolidierung nach Fed-Ankündigung
Wie die On-Chain-Aktivitäten von Bitcoin und Ethereum unter Beweis stellen, konsolidierten sich beide Vermögenswerte zunächst, bevor sie ihre Rallyes wieder aufnahmen. Im Falle von Bitcoin (BTC) wird der dieser Trend mit einem Blick auf das Verhalten der Langzeitinvestoren verständlich. Denn Personen und Unternehmen, die ihre Assets seit über einem Jahr nicht angerührt haben, neigen normalerweise dazu, dies auch während größerer Rallyes nicht zu tun. Tatsächlich haben Langzeitinhaber im Laufe der vergangenen Woche BTitcoin im Wert von etwa 2,8 weiteren Milliarden US-Dollar angesammelt.

Institutionelle immmer mehr an Bitcoin & Co. interessiert
Aus institutioneller Sicht bestätigt auch ein Blick auf die gesamten Zuflüsse digitaler Assets das breite Interesse daran, Bitcoin anzuhäufen. Denn insgesamt betragen diese Zuflüsse heuer bereits 8,9 Milliarden US-Dollar – das sind 2,2 Milliarden mehr als im gesamten vergangenen Jahr, fast 4,6 Milliarden davon entfallen auf BTC. Die Begeisterung für das Billionen-Dollar-Asset lässt sich aber auch mit anderen Faktoren erklären – etwa dem großen, bevorstehenden “Taproot Soft Fork” Upgrade, das die Gas-Gebühren des Netzwerks senken und gleichzeitig die zugrunde liegenden Fähigkeiten zum Hosten funktionaler Smart Contracts unterstützen soll.

Rallye von Ethereum wegen Einführung von Micro-Ether-Futures
Die Chicago Mercantile Exchange (CME) lanciert am 6. Dezember Cash-Settled Micro-Ether-Futures, ein Kryptoderivat auf der Basis von Ether. Zusätzlich verkündete der Asset Manager Bakkt, seinen Kunden bald Ethereum zum Kauf anzubieten. Bemerkenswert an der jüngsten Preisaktion von ETH ist, dass das Netzwerk sinkende Gas-Gebühren verzeichnete, nachdem es seit dem Absturz im Mai fast um das Zehnfache in die Höhe geschossen war – veranschaulicht am einbrechenden Handelsvolumen des Kryptoassets in der letzten Woche.

Kosteneffizientere L1-Blockchains gesucht
Nichtsdestotrotz suchen Privatanleger wieder nach kosteneffizienteren L1-Blockchains, um ihre DeFi- und NFT-Transaktionskosten zu optimieren. Dabei handelt es sich um einen Trend, der sich mit dem Kursgewinn von Etherum-Konkurrenten wie Solana (260 Dollar) und Avalanche (96 Dollar) erkennen lässt, die aktuell auf dem Weg neuer Allzeithochs sind. Die Entwicklung wurde jedoch nicht nur durch die Migration von Nutzern aufgrund der hohen Gebühren von ETH provoziert, sondern auch durch Solana Ventures, dem Investment-Arm von Solana.

Zwei neue Fonds
Solana Ventures kündigte den Launch eines 100-Millionen-Dollar-Fonds zur Förderung der Blockchain-basierten Spieleentwicklung im Netzwerk und eine Integration mit dem krypto-nativen Browser Brave an. Auch auf der Seite von Avalanche gibt einen neuen Fonds: Die Avalance Foundation hat einen 200-Millionen-Dollar-Blizzard-Fonds veröffentlicht, der darauf abzielt, das Ökosystem des Netzwerks aus NFT-, DeFi- und kulturellen Applikationen zu stärken. Schließlich machte auch Polkadot Schlagzeilen: Die erste Runde an Parachain-Auktionen soll am 11. November starten. (kb)

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