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Traditionelle wirtschaftliche Erholung ist für Value-Investing günstig

Das Jahr 2018 steht unter besseren Vorzeichen als die vergangenen Jahre. Die im zweiten Halbjahr 2016 begonnene Erholung der Weltwirtschaft setzt sich mit einer deutlichen Beschleunigung in der Eurozone fort.

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© fotolia

Vor dem Hintergrund einer allmählichen Zunahme der Inflation bleiben die finanziellen Bedingungen auf der ganzen Welt günstig, befindet Metropole Gestion. Die Fed verfolgt weiterhin ihre allmähliche geldpolitische Straffung, während die EZB gerade erst begonnen hat, ihre Politik mit der Ankündigung einer Verringerung ihres Rückkaufprogramms zu normalisieren.

Solide Ergebnissteigerungen in Europa

Für die europäischen Unternehmen hat der konjunkturelle Aufschwung erstmals seit vielen Jahren wieder zu soliden Ergebniszuwächsen geführt. Im Jahr 2017 konnten die europäischen Aktienindizes somit einen Zuwachs um rund zehn Prozent verzeichnen. 2018 verspricht ein sehr günstiges Jahr für die meisten europäischen Werte zu werden, meinen die Experten von Metropole Gestion. Diese profitieren von einem starken operativen Hebel im Kontext einer deutlichen konjunkturellen Erholung und sehr attraktiven Börsenbewertungen für einen Großteil der europäischen Werte. 

Zyklische Werte und Banken im Aufwind

Die europäischen Zykliker und Banken reagieren naturgemäß sehr deutlich auf eine Verbesserung des makroökonomischen Umfelds. Für die ersteren bringt die Beschleunigung des Zyklus eine signifikante operative Hebelwirkung mit sich, mit der sie wieder die im vorherigen Zyklus beobachteten Rentabilitätsniveaus erzielen oder gar übertreffen dürften. Was die Bankkonzerne anbelangt, so können diese ihre Gewinne dank der Normalisierung der Geldpolitik, des Abbaus zweifelhafter Forderungen und der zunehmenden Kreditvergabe wieder deutlich erhöhen. Obwohl viele zyklische Werte und Banken im abgelaufenen Jahr deutliche Zuwächse verzeichnen konnten, ist das Potential für eine Neubewertung nach wie vor beträchtlich. Diese Werte machen fast die Hälfte der Anlagen der Portfolios von Metropole Gestion aus.

Telekoms und Öltitel unterbewertet

Andere nur wenig konjunkturabhängige Branchen sind deutlich unterbewertet. Die Kursentwicklung der Telekommunikationsanbieter und Ölgesellschaften war im letzten Jahr enttäuschend. Allerdings werden diese beiden Sektoren in 2018 von einem deutlichen Anstieg ihres Cashflows profitieren, der von  einem starken Rückgang der Investitionen und einer Trendwende bei den operativen Ergebnissen profitiert. "Die historisch niedrigen Bewertungsniveaus dieser Sektoren in Verbindung mit einem positiven Katalysator rechtfertigen die Beibehaltung eines signifikanten Anteils in unseren Portfolios", heißt es in einem aktuellen Kommentar von Metropole.

Disruptionsthema setztHandel zu und führte zu Übertreibungen

Mit dem neu aufgetretenen Thema der „Disruption“ litten andere Branchen wie die Mediensparte und der Handel unter einer schwierigen Entwicklung. Unter dem Einfluss der neuen Technologien werden die etablierten Akteure in vielen Branchen durch Neueinsteiger gefährdet. Die Ängste vor einer Verdrängung („Disruption“)  bestehender Modelle haben zu zahlreichen Übertreibungen geführt, die wiederum neue Investitionsmöglichkeiten mit sich bringen.

Dies gilt unter anderem für den Lebensmitteleinzelhandel, wo Metropole Gestion in den letzten Monaten neue Positionen eingegangen sind (Ahold Delhaize, Carrefour). Wenn es den bestehenden Unternehmen gelingt, sich den Herausforderungen der neuen Technologien zu stellen, muss der Einzug eines „Internet Pure Players" mit der Größe eines Unternehmens wie Amazon in diesem Segment jedoch nicht das Verschwinden der traditionellen Akteure bedeuten. Davon zeugt der Erfolg, den Fnac-Darty im Non-Food-Vertrieb, einem bereits weitgehend von Amazon belegten Segment, erzielen konnte.

Medien ebenfalls unter Druck, was Chancen eröffnet

Wie der Lebensmittelhandel litt auch die Mediensparte stark unter vergleichbaren Befürchtungen. So verändern die digitalen Technologien das Geschäft der Werbeagenturen und führen zu einer Vermischung mit anderen Service-Anbietern (Consulting-Konzerne, IT-Unternehmen). Diese Veränderungen bringen Unsicherheiten mit sich, die Werte wie Publicis zu sehr attraktiven Bewertungen verhalfen. Auch Pearson, der Weltmarktführer im Bereich der englischsprachigen Bildung, sah sich mit denselben Befürchtungen konfrontiert. Sein Geschäftsmodell ändert sich nun unter dem Einfluss der digitalen Entwicklung und des Mietmodells. Metropoles Arbeit als Stockpicker besteht darin, Übertreibungen aufzudecken, indem man nachvollzieht und beurteilt, wie sich diese Veränderungen auf die Rentabilität und die Bewertung der Unternehmen auswirken. 

Der europäische Markt hält zahlreiche Unterbewertungen bereit

Die Experten bei Metropole Gestion glauben, dass der nun beginnende Zeitraum für das Value-Investing sehr günstig sein werde. Der beispiellose Zinsrückgang, der einen Teil der europäischen Sektoren in den letzten Jahren stark beeinflusste, sei an sein Ende gekommen. Der Zinsanstieg wirke sich negativ auf die extreme Bewertung der als "Anleihe-Proxy“ wahrgenommenen Werte aus. Die weltweit zu verzeichnende Normalisierung der Geldpolitik führe dazu, dass Investoren in Zukunft wieder stärker auf die Bewertungen achten würden. 2018 verspreche das Jahr der Rückkehr zu einer für das Value-Investing günstigen traditionelleren wirtschaftlichen Erholung zu werden, schließen die Experten von Metropole Gestion. (kb)

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