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Tradeweb über die jüngsten Entwicklungen bei Staatsanleihen

Im Dezember legten die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen aufgrund der geldpolitischen Entscheidungen der Notenbanken und der zunehmenden Besorgnis über die Omikron-Variante insgesamt zu, berichtet Tradeweb.

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© wsf-f / stock.adobe.com

Investoren verzeichneten im Dezember 2021 bei Staatsanleihen grosso modo Kursverluste. Allerdings fiel die Rendite der zehnjährigen kanadischen Benchmarkanleihe um 15 Basispunkte auf 1,42 Prozent, nachdem sie erst am 8. Dezember ein Monatshoch von 1,59 Prozent erreicht hatte, als die Notenbank des Landes beschloss, Forward Guidance und Leitzins unverändert zu lassen, hält Tradeweb in einem "Institutional Money" zur Verfügung gestellten Marktbericht fest.

Fed wird restriktiver
Indessen gab die US-Notenbank Fed bekannt, sie werde die monatlichen Nettokäufe von Staatsanleihen um 20 Milliarden US-Dollar und die von hypothekenbesicherten Wertpapieren um 10 Milliarden US-Dollar herunterfahren. Weiterhin kündigte sie ihre Absicht an, im Jahr 2022 drei Leitzinserhöhungen vorzunehmen. Vor diesem Hintergrund stieg die Rendite der zehnjährigen US-Treasury im Dezember um fast 6 Basispunkte auf 1,50 Prozent.

Viel Bewegung bei Eurolandpapieren
Die größten Bewegungen gab es allerdings bei den Renditen der zehnjährigen italienischen und französischen Staatsanleihen, die im Berichtsmonat um knapp 20,5 bzw. 19 Basispunkte auf 1,17 Prozent bzw. 0,20 Prozent zulegten. Die Rendite der zehnjährigen deutschen Bundesanleihe verzeichnete ebenfalls einen zweistelligen Anstieg um fast 17 Basispunkte und beendete den Monat bei -0,18 Prozent. Da liegt einerseits an den steigenden US-Zinsen, aber auch zum Teil an den EZB-Ankündigungen

Kein PEPP mehr
Die EZB kündigte nach ihrer Sitzung am 16. Dezember 2021 an, sie werde ihre Nettoanleihekäufe im Rahmen des Pandemie-Notkaufprogramms (PEPP) im ersten Quartal 2022 reduzieren und Ende März 2022 ganz einstellen. Dagegen soll das Nettovolumen des regulären Anleihekaufprogramms (APP) im zweiten Quartal 2022 um 40 Milliarden Euro und im dritten Quartal 2022 um 30 Milliarden Euro ausgeweitet werden. Ab Oktober 2022 will die EZB die APP-Nettokäufe dann auf einem monatlichen Niveau von 20 Milliarden Euro weiterführen.

England erhöhte Zinsen
Der geldpolitische Ausschuss der Bank of England beschloss mit einer Mehrheit von 8:1 Stimmen, den Leitzins um 0,15 Prozentpunkte auf 0,25 Prozent zu erhöhen, berichtet Tradeweb des Weiteren. Darüber hinaus beschloss der Ausschuss einstimmig, den Zielbestand für die Anleihekäufe bei insgesamt 895 Milliarden Britischen Pfund zu belassen. Der verarbeitende Sektor des Landes verzeichnete zum Jahresende 2021 weiteres Wachstum bei Produktion, Auftragseingängen und Beschäftigungszahlen. Der saisonbereinigte IHS Markit/CIPS-Einkaufsmanagerindex verbesserte sich im Laufe des Dezembers leicht von 57,6 auf 57,9. Die Rendite der zehnjährigen britischen Staatsanleihe (Gilt) stieg im Berichtsmonat um 13,5 Basispunkte auf 0,97 Prozent.

Japan: Nichts Neues im Osten
Auf ihrer letzten Sitzung des Jahres beschloss die japanische Notenbank mit 8:1 Stimmen, den Tagesgeldsatz bei -0,1 Prozent und die Renditen für zehnjährige Anleihen bei 0 Prozent zu belassen. Sie erklärte weiterhin, dass sie ihre zusätzlichen Ankäufe von Commercial Papers (CP) und Unternehmensanleihen wie vorgesehen Ende März 2022 beenden werde. Ab April 2022 sollen die Beträge für den Kauf dieser Papiere schrittweise auf das Vor-Pandemie-Niveau von etwa zwei Billionen japanischen Yen für Commercial Papers und etwa drei Billionen JPY für Unternehmensanleihen zurückgeführt werden.

Die Rendite der zehnjährigen japanischen Benchmarkanleihe stieg im Dezember um etwas mehr als einen Basispunkt und beendete den Monat bei 0,07 Prozent. (aa)

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