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Tradeweb über den Staatsanleihenmarkt im Juni 2021

Die Renditen der zehnjährigen Staatsanleihen gingen im Juni insgesamt zurück, wobei die der australischen Staatsanleihe um mehr als 16 Basispunkte auf 1,48 Prozent sank. Damit war der Renditerückgang um einen Basispunkt im Juni höher als der Renditerückgang der US-Treasuries ausgefallen.

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© Blue Planet Studio / stock.adobe.com

Der vom Westpac-Melbourne Institute erhobene Konsumklimaindex fiel im Juni gegenüber dem Vormonat von 113,1 auf 107,2 Punkte, was einem Rückgang um 5,2 Prozent entsprach. Hintergrund waren Sorgen um den zweiwöchigen Lockdown in Melbourne und die Enttäuschung über den Staatshaushalt. Dagegen legte der von der AI Group erhobene Performance-Index für das verarbeitende Gewerbe den fünften Monat in Folge zu (von 61,8 Punkten im Mai auf 63,2 Punkte im Juni) und markierte damit ein neues Rekordniveau.

USA
Die zweitgrößte Veränderung war bei der Rendite der zehnjährigen US-Treasury festzustellen, die den Monat fast 15 Basispunkte tiefer bei 1,44 Prozent schloss, ihr niedrigstes Niveau seit Anfang März. Insgesamt wurden in den USA außerhalb der Landwirtschaft im Juni 850.000 neue Stellen geschaffen, deutlich mehr als die prognostizierten 706.000 Stellen. Laut dem Beige-Book-Bericht der US-Notenbank Fed wuchs die Wirtschaft des Landes von Anfang April bis Ende Mai etwas schneller als im vorherigen Berichtszeitraum. Auf ihrer letzten Sitzung beließ die Notenbank ihre Zielbandbreite für die Federal Funds Rate unverändert bei 0-0,25 Prozent, stellte jedoch fest, dass sich die Konjunktur- und Arbeitsmarktdaten verbessert hätten.

Kanada
Die zehnjährige kanadische Staatsanleihe ging um zehn Basispunkte zurück und beendete den Juni bei 1,39 Prozent. Die Bank of Canada beließ ihren Einlagensatz bei 0,25 Prozent und das wöchentliche Volumen ihrer Anleihekäufe bei 3 Milliarden Kanada-Dollar, nachdem sie dieses auf ihrer vorherigen Sitzung um eine Milliarde Kanada-Dollar gesenkt hatte. Der saisonbereinigte Ivey-Einkaufsmanagerindex beendete den Juni bei 71,9 Punkten, nachdem er Ende Mai bei 64,7 Punkten gelegen hatte, während das Verbrauchervertrauen im gleichen Zeitraum von 48,63 auf 51,49 Punkte stieg.

EZB
Auf ihrer Juni-Sitzung beließ die Europäische Zentralbank den Leitzins unverändert (Hauptfinanzierungssatz: 0 Prozent Spitzenrefinanzierungssatz: 0 Prozent, Einlagesatz: -0,5 Prozent). Die erwartete jährliche Inflationsrate in der Eurozone lag im Juni bei 1,9 Prozent und damit geringfügig unter dem Stand vom Mai (2,0 Prozent). Die Rendite der zehnjährigen deutschen Bundesanleihe ging indessen um mehr als zwei  Basispunkte zurück und beendete den Monat bei -0,21 Prozent. Die Inflationsrate des Landes, gemessen an der jährlichen Entwicklung des Verbraucherpreisindex, wird Prognosen zufolge im Juni um 2,3 Prozent steigen. Entgegen diesem Trend beendete die Rendite der zehnjährigen griechischen Staatsanleihe den Monat mehr als fünf Basispunkte höher bei 0,82 Prozent. (kb)

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