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Tradeweb: So entwickelten sich die Staatsanleihenrenditen im August

Wie sich die Kurse und die Renditen wichtiger Staatsanleihen über den Erdball im Monat August entwickelten, zeigt ein "Institutional Money" exklusiv vorliegender Bericht von Tradeweb.

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© alexmillos / stock.adobe.com

Institutionelle Investoren werden bei vielen Staatsanleihen im August Kursverluste verzeichnet haben. Denn nach einem mehrmonatigen Renditerückgang erlebten zehnjährige Staatsanleihen im August einen Ausverkauf, berichtet Tradeweb.

Deutsche Renditen gestiegen
So legte beispielsweise die Rendite der zehnjährigen deutschen Bundesanleihe im Monatsverlauf zu und stieg um 13,5 Basispunkte auf -0,40 Prozent. Laut dem Statistischen Bundesamt sank das BIP im zweiten Quartal 2020 um 9,7 Prozent. Dies war der größte Rückgang seit Beginn der vierteljährlichen BIP-Berechnungen im Jahr 1970. Was die Verbraucherpreise betrifft, ging der Konsens davon aus, dass diese im August auf dem gleichen Niveau verharren würden.

Finnland mit stärkstem Renditeanstieg
Indessen verzeichnete die Rendite der zehnjährigen finnischen Staatsanleihe mit +16,5 Basispunkten den stärksten Anstieg innerhalb der Eurozone und beendete den Berichtsmonat bei -0,20 Prozent. Den Daten des finnischen Statistikamts zufolge gab die Wirtschaft des Landes gegenüber dem Vorquartal lediglich um 4,5 Prozent nach und damit deutlich weniger als in den anderen Ländern der Eurozone, deren Wirtschaft in ihrer Gesamtheit um 12,1 Prozent einbrach.

UK leidet am stärksten
Am stärksten betroffen war laut Tradeweb unter den analysierten Staaten die Rendite der zehnjährigen britischen Staatsanleihe (Gilt), die den Berichtsmonat 22 Basispunkte höher bei 0,31 Prozent abschloss. Die britische Wirtschaft verzeichnete die schwerste Rezession seit Beginn der Aufzeichnungen: Das Bruttoinlandsprodukt brach im zweiten Quartal 2020 um 20,4 Prozent ein und damit so stark wie in keinem anderen europäischen Land. Vor diesem Hintergrund stimmte die Bank of England auf ihrer geldpolitischen Sitzung vom 6. August einstimmig dafür, den Leitzins auf einem Rekordtief von 0,1 Prozent und das Volumen der Anleihekäufe bei 745 Milliarden Britischen Pfund zu belassen.

Licht und Schatten in den USA
In den USA beendete die Rendite der zehnjährigen US-Treasury den August knapp 16 Basispunkte höher bei 0,69 Prozent. Das amerikanische Bruttoinlandsprodukt fiel von April bis Juni um 9,5 Prozent, was den größten jemals verzeichneten Quartalsrückgang darstellte. Insgesamt wurden in den USA außerhalb der Landwirtschaft im Oktober 1,371 Millionen neue Stellen geschaffen, während die Arbeitslosenquote gegenüber dem Vormonat von 10,2 Prozent auf 8,4 Prozent sank. Die US-Notenbank Fed gab eine Änderung ihrer Inflationsstrategie bekannt, indem sie ihr Ziel auf durchschnittlich zwei Prozent anhob.

Japan sucht neuen Ministerpräsidenten
In Japan gab Shinzo Abe, der am längsten amtierende Ministerpräsident in der Geschichte des Landes, am 28. August seinen Rücktritt bekannt und begründete diesen Schritt mit gesundheitlichen Faktoren. Er wird jedoch die Regierungsgeschäfte so lange weiterführen, bis das Parlament einen Nachfolger gewählt hat. Die Rendite der zehnjährigen japanischen Staatsanleihe stieg um drei Basispunkte und beendete den Monat bei 0,04 Prozent. (aa)

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