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Tradeweb: So entwickelte sich der Rentenmarkt im vergangenen Monat

Während der Rentenmarkt in den USA so ruhig war, wie schon seit langem nicht mehr, war in anderen Weltregionen mehr Bewegung zu verzeichnen. Darüber berichtet "Tradeweb" in einem "Institutional Money" exklusiv vorliegenden Marktkommentar.

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© Brown / Institutional Money

In den USA war vergangenes Monat offenbar auch am Rentenmarkt eine Art „Shutdown“ zu beobachten. Denn in „Gods own Country“ warteten die Marktteilnehmer nach dem Regierungsstillstand und der Veröffentlichung des FOMC-Sitzungsprotokolls vom Januar auf Klarheit. Die Rendite der zehnjährigen US-Treasury bewegte sich im Februar innerhalb ihrer engsten Spanne seit 2006 und stieg schließlich bis zum Monatsende um knapp acht Basispunkte auf 2,71 Prozent.

Deutschland im Winterschlaf
Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe verharrte ebenfalls in ihrer bisherigen Bandbreite und schloss den Monat acht Basispunkte höher bei 0,18 Prozent. Laut Angaben des Statistischen Bundesamts entging die deutsche Wirtschaft nur knapp einer Rezession, nachdem sie im vierten Quartal 2018 ein Nullwachstum verbucht hatte. Darüber hinaus lag der vorläufige Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe im Februar bei lediglich 49,2 Punkten, dem tiefsten Niveau seit etwa sechs Jahren.

Indessen legte die Renditen der zehnjährigen dänischen Staatsanleihe um etwas über 20 Basispunkte auf 0,28 Prozent zu. Das geschätzte Wachstum in Dänemark belief sich für das Jahr 2018 auf 1,1 Prozent, während die Arbeitslosenquote auf einem Zehnjahrestief lag.

Auch die Rendite der österreichischen Staatsanleihe verzeichnete im Februar einen stetigen Anstieg und beendete den Monat 16 Basispunkte höher bei 0,53 Prozent. Die Österreichische Nationalbank veröffentlichte eine Prognose, der zufolge das Bruttoinlandsprodukt im ersten und zweiten Quartal 2019 bei lediglich 0,3 bzw. 0,4 Prozent liegen würde.

Italiens Zinsen steigen
Indessen stieg die Rendite der zehnjährigen italienischen Staatsanleihe bis zum 28. Februar um 16,5 Basispunkte auf knapp 2,75 Prozent an. Die Europäische Kommission senkte ihre Konjunkturprognose für Italien für 2019 auf 0,2 Prozent. Im November hatte sie noch ein Wachstum von 1,2 Prozent vorhergesagt. Trotz des prognostizierten Anstiegs ging die Industrieproduktion im Dezember um 0,8 Prozent zurück, wie aus den von der italienischen Statistikbehörde Istat veröffentlichten Daten hervorgeht.

Restliche Peripherie besser unterwegs
Hingegen gaben die zehnjährigen Renditen der portugiesischen, spanischen, irischen und griechischen Staatsanleihen im Berichtsmonat nach. Den stärksten Rückgang um 20 Basispunkte verzeichneten griechische Staatsanleihen. Ende Januar platzierte Griechenland seine erste Anleihe seitdem das dritte Rettungsprogramm im August 2018 ausgelaufen war. Die Emission, die sich laut Moody’s positiv auf das Länderrating auswirkte, hatte ein Volumen von 2,5 Milliarden Euro und eine Laufzeit von fünf Jahren. Ende Februar kritisierte jedoch EU-Kommissar Valdis Dombrovskis die griechische Regierung wegen ihrer Politik und ihrer wirtschaftlichen Reformpläne.

Blick nach U.K.
Vor dem Hintergrund der anhaltenden Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Ausgang der Brexit-Verhandlungen senkte die Bank of England ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum in Großbritannien auf 1,2 Prozent, nachdem sie im November noch ein Plus von 1,7 Prozent erwartet hatte. Die Rendite der zehnjährigen Gilts beendete den Februar acht Basispunkte höher bei 1,31 Prozent. (aa)

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