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Tradeweb: Kurse vieler Staatsanleihen kamen zuletzt unter Abgabedruck

Vor dem Hintergrund eines unsicheren geldpolitischen Umfelds legten die Renditen in mehreren von Tradeweb beobachteten Rentenmärkten zum Teil im zweistelligen Basispunktebereich zu. In einigen Fällen kehrten die Renditen wieder in positives Terrain zurück oder standen kurz davor.

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© alexmillos / stock.adobe.com

Institutionelle Investoren brauchten auf der Rentenseite 2019 gute Nerven. Denn die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen beendeten das Jahr 2019 durchweg auf höheren Niveaus, berichtet Tradeweb in einem aktuellen Marktbericht. Besonders ausgeprägt war der Anstieg im Dezember 2019, als die Renditen in mehreren von Tradeweb beobachteten Märkten vor dem Hintergrund des unsicheren geldpolitischen Umfelds im zweistelligen Bereich stiegen – manchmal sogar schon wieder aus dem negativen in den positiven Bereich.

Viel Bewegung in Down Under
Die größte Bewegung verzeichnete laut Tradeweb die Rendite der zehnjährigen australischen Staatsanleihe, die um 33 Basispunkte anstieg und den Berichtsmonat bei 1,37 Prozent beendete. Zwar beließ die australische Notenbank den Leitzins auf ihrer Dezembersitzung unverändert, sie hatte ihn jedoch im Jahr 2019 bereits dreimal gesenkt (von 1,5% auf 0,75%). Laut Daten der australischen Statistikbehörde wuchs die Wirtschaft des Landes im dritten Quartal 2019 saisonbereinigt um 0,4 Prozent.

Die Rendite der zehnjährigen kanadischen Staatsanleihe verzeichnete die zweitstärkste Veränderung und schloss den Monat 24 Basispunkte höher bei 1,70 Prozent. Wie auch andere Notenbanken beließ die Bank of Canada ihren Tagesgeldsatz unverändert; dieser liegt nun bereits seit Oktober 2018 bei 1,75 Prozent. Sie bemerkte jedoch, dass sich die Weltwirtschaft stabilisiert und dass sich das Wachstum in den nächsten Jahren beschleunigen könnte.

Kursverluste bei US-Treasuries und Bunds
In den USA beendete die Rendite der zehnjährigen US-Treasury den Dezember bei 1,91 Prozent, was einem Anstieg um 13 Basispunkte gegenüber dem Ende des Vormonats entsprach. Indessen stieg die Rendite der zehnjährigen japanischen Staatsanleihe um sechs Basispunkte auf -0,03 Prozent. Die Bank of Japan beließ ihre Geldpolitik im Dezember unverändert, wobei die kurzfristigen Zinsen bei -0,1 Prozent lagen.

In der Eurozone wurde die größte Veränderung bei der Rendite der zehnjährigen deutschen Bundesanleihe verzeichnet, die um 16 Basispunkte stieg und den Dezember bei -0,19 Prozent beendete. Im Gegensatz dazu erreichten die Renditen österreichischer, belgischer, finnischer und französischer Staatsanleihen wieder positives Terrain und stiegen auf 0,01 Prozent, 0,08 Prozent, 0,04 Prozent bzw. 0,11 Prozent.

Die schwedische Notenbank hob ihren Reposatz auf null Prozent an und beendete dadurch ihre fünfjährige Negativzinspolitik. Die Rendite der zehnjährigen schwedischen Staatsanleihe stieg um 13 Basispunkte und schloss den Monat bei 0,14 Prozent.

Die Rendite der zehnjährigen britischen Staatsanleihe (Gilt) stieg um knapp 13 Basispunkte und beendete den Monat bei 0,82 Prozent. (aa)

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