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Tradeweb: Diese Entwicklungen gab es im September bei Staatsanleihen

Vor dem Hintergrund zahlreicher Zinsentscheidungen der Zentralbanken legten die zehnjährigen Staatsanleiherenditen im September erneut auf breiter Basis zu, berichtet "Tradeweb".

Staatsanleihen
© momius / stock.adobe.com

Einen besonders starken Anstieg verzeichnete die Rendite der zehnjährigen britischen Staatsanleihe (Gilt), die um 31,5 Basispunkte zulegte und den Monat bei 1,03 Prozent beendete, ihrem höchsten Stand seit Mai 2019. Auf seiner Sitzung vom 22. September beschloss der geldpolitische Ausschuss der Bank of England einstimmig, den Leitzins bei 0,1 Prozent zu belassen. Der Gouverneur der Notenbank, Andrew Bailey, sagte jedoch ein paar Tage später, dass die Mitglieder des Ausschusses zunehmend von der Notwendigkeit einer baldigen Leitzinserhöhung ausgehen, ist einem Marktbericht von "Tradeweb" zu entnehmen.

Commonwealth-Staaten bieten nun höhere Renditen
Den zweitgrößten Anstieg im Berichtsmonat verzeichnete die Rendite der zehnjährigen australischen Staatsanleihe, die bis zum Monatsende um 31 Basispunkte auf 1,51 Prozent zulegte.

Eine ähnliche Entwicklung gab es auch bei der zehnjährigen kanadischen Staatsanleihe, deren Rendite um 29,5 Basispunkte stieg und den September ebenfalls bei 1,51 Prozent schloss.

In Australien stieg der Konsumklimaindex (Westpac-Melbourne Institute Index) im September um zwei Prozent auf 106,2 Punkte, was in erster Linie auf die sich verbessernde Impfstoffsituation zurückzuführen war. Ende August hatte der Index noch bei 104,1 Punkten gelegen. Demgegenüber ging der Konsumklimaindex in Kanada von Ende August bis Ende September von 55,01 auf 52,98 Punkte zurück.

Steigende Renditen auch in den USA
Indessen verzeichnete die Rendite der zehnjährigen US-Treasury im Berichtsmonat einen Anstieg um 22,5 Basispunkte auf 1,53 Prozent. Der Offenmarktausschuss der Fed (FOMC) beschloss, den Zielkorridor für die Federal Funds Rate bei 0-2,25 Prozent und die monatlichen Wertpapierkäufe bei 120 Milliarden US-Dollar zu belassen. Er betonte jedoch, dass im Falle weiterer Fortschritte mit Blick auf die Ziele der Vollbeschäftigung und der Preisstabilität eine geringfügige Reduzierung des Anleihekaufprogramms gerechtfertigt sein könnte. Im September verzeichnete der Einkaufsmanagerindex (PMI) einen Anstieg auf 61,1 Prozent, nachdem er im August bei 59,9 Prozent gelegen hatte. Dies deutet darauf hin, dass sich die seit April 2020 bestehende Konjunkturerholung den 16. Monat in Folge fortsetzte.

Die Europäische Zentralbank beließ auf ihrer September-Sitzung den Hauptrefinanzierungssatz, den Spitzenrefinanzierungssatz und den Einlagensatz unverändert bei 0,0 Prozent, 0,25 Prozent und -0,50 Prozent. Die Rendite der zehnjährigen deutschen Bundesanleihe beendete den Berichtsmonat 19 Basispunkte höher, blieb jedoch mit -0,19 Prozent in negativem Terrain.

Japan: Trotz Rücktritts wenig Bewegung bei den Renditen
Am 3. September gab der japanische Ministerpräsident Yoshihide Suga nach nur einem Jahr im Amt seinen Rücktritt bekannt. Der Staatschef war wegen seines Covid-19-Krisenmanagements in die Kritik geraten und hatte stark an Popularität eingebüßt. Sein Nachfolger ist Fumio Kishada, der außerdem am 29. September zum Chef der Liberal-Demokratischen Partei (LDP) ernannt wurde.

Die Bank of Japan beließ ihr Zinsziel bei -0,1 Prozent und ihr Renditekurvenziel der zehnjährigen Staatsanleihe bei etwa null Prozent. Die Rendite der Benchmarkanleihe stieg im September um 4 Basispunkte auf 0,06 Prozent. (aa)

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