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Tradeweb: Der Oktober brachte Staatsanleiheninvestoren rote Vorzeichen

In einem Umfeld zunehmender Inflationssorgen und sich wandelnder geldmarktpolitischer Erwartungen kam es im Oktober bei zehnjährigen Staatsanleihen zu einem erneuten Ausverkauf. Aber nicht alle Staatsanleihen kamen unter die Räder, berichtet Tradeweb.

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© chompoo / stock.adobe.com

Die meisten institutionellen Investoren werden letztes Monat bei Staatsanleihen Verluste erlitten haben, da diese unter Verkaufsdruck standen. Nur die schwedische Benchmarkanleihe konnte sich dem Trend widersetzen. Den stärksten Anstieg verzeichnete die Rendite der zehnjährigen griechischen Staatsanleihe, die um 47 Basispunkte zulegte und den Monat bei 1,32 Prozent schloss, dem höchsten Schlussstand seit Juni 2020. In seinem Bericht über die Aussichten für die Weltwirtschaft gab der Internationale Währungsfonds bekannt, dass er für das griechische BIP einen Anstieg von 6,5 Prozent für 2021 und 4,6 Prozent für 2022 erwartet. Über diese Entwicklung berichtet Tradeweb.

Höchstes  Renditeniveau seit Sommer letzten Jahres
In der Eurozone legte die Rendite der zehnjährigen italienischen Staatsanleihe um fast 30 Basispunkte zu und schloss den Oktober bei 1,15 Prozent, dem höchsten Stand seit Juli 2020. Der IHS Markit PMI für das verarbeitende Gewerbe in Italien stieg im Oktober auf 61,1 gegenüber 59,7 im September; dies war die 16. monatliche Zunahme in Folge und der dritthöchste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen, nennt Tradeweb zur Begründung.

Auf seiner Sitzung am 28. Oktober beließ der EZB-Rat die Zinssätze unverändert und erklärte, dass günstige Finanzierungsbedingungen auch dann aufrechterhalten werden können, wenn der Umfang der Nettokäufe von Vermögenswerten im Rahmen des Pandemie-Notfallankaufprogramms (PEPP) gegenüber dem zweiten und dritten Quartal dieses Jahres moderat reduziert wird. Die Rendite der zehnjährigen deutschen Bundesanleihe schloss den Monat zehn Basispunkte höher, aber immer noch im negativen Bereich bei -0,09 Prozent. Indessen legte die Rendite der britischen Staatsanleihe lediglich um 1,5 Basispunkte auf 1,05 Prozent zu, nachdem sie am 21. Oktober ein Monatshoch von 1,2 Prozent erreicht hatte.

Renditen steigen auch außerhalb Europas
Die Rendite der zehnjährigen australischen Staatsanleihe verzeichnete mit einem Anstieg um fast 43 Basispunkte auf 1,93 Prozent den zweitgrößten Anstieg des Monats sowie den höchsten Schlussstand seit April 2019. Der Grund dafür: Der IHS Markit Flash Australia Composite PMI erreichte im Oktober einen Wert von 52,2 gegenüber 46,0 im September und verzeichnete damit erstmals seit vier Monaten wieder ein Wachstum in einem Umfeld, das von Lockerungen der Pandemie-bedingten Beschränkungen sowie von Plänen für eine weitere Öffnung der Wirtschaft gekennzeichnet war.

Währenddessen schloss die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe am 29. Oktober mit 1,56 Prozent und lag damit fast 3 Basispunkte höher als am Vormonatsende. Ihr kanadisches Pendant legte um mehr als 21 Basispunkte auf 1,72 Prozent zu und erreichte damit den höchsten Schlussstand seit Mai 2019.

Die Bank of Canada hielt ihren Leitzins und die Forward Guidance unverändert, beendete jedoch die Politik der quantitativen Lockerung und leitete den Übergang in die Reinvestitionsphase ein, in der sie kanadische Staatsanleihen ausschließlich zu dem Zweck kaufen wird, fällig werdende Anleihen zu ersetzen. Nach Angaben der Notenbank wird das Wirtschaftswachstum des Landes in diesem Jahr voraussichtlich bei fünf Prozent liegen und sich 2022 auf 4,25 Prozent und 2023 auf 3,75 Prozent abschwächen. (aa)

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