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TotalEnergies: Wie die Franzosen mit der Ukraine-Krise umgehen

Der französische Öl- und Gas-Riese TotalEnergies sagte kürzlich, er werde den Kauf von von russischem Rohöl und Diesel bis zum Ende des Jahres einstellen. Dies geschehe aus Protest gegen den Einmarsch in die Ukraine. Doch ganz zurückziehen wie BP und Shell wolle man sich nicht.

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© AUFORT Jérome / Fotolia

Die Ankündigung von TotalEnergies ist ein weiterer Versuch, die Finanzströme an das Regime von Präsident Wladimir Putin als Strafe für den Angriff auf sein Nachbarland möglichst versiegen zu lassen. "Angesichts der sich verschlechternden Lage in der Ukraine und der Existenz alternativen Quellen für die Versorgung Europas hat TotalEnergies einseitig beschlossen, keine Verträge mehr über den Kauf von russischem Öl und russischen  Erdölprodukten abzuschließen oder zu verlängern", erklärte das französische Unternehmen kürzlich. 

Beteiligungen werden mangels guter Preise behalten
Doch im Gegensatz zu anderen Unternehmen wie Shell und BP, die Russland ganz aufgeben wollen, sagte TotalEnergies, dass es seine Beteiligungen an den Unternehmen und Kohlenwasserstoffprojekten des Landes behalten wolle, und wies die Kritik von Greenpeace und der Kirche von England zurück. Es wäre unmöglich, einen nicht-russischen Käufer zu finden. "Ein Verzicht auf diese Anteile ohne Gegenleistung würde die russischen Investoren bereichern, was im Widerspruch zum Zweck der Sanktionen steht", heißt es in der Erklärung. 
Das französische Unternehmen besitzt 19,4 Prozent an Novatek, Russlands größtem
Hersteller von verflüssigtem Erdgas. Außerdem hält TotalEnergies Anteile an der Yamal LNG-Anlage, dem noch im Bau befindlichen Projekt Arctic LNG 2 sowie Beteiligungen an anderen Öl- und Gasfeldern.

Nachdem TotalEnergies zuvor erklärt hatte, es würde nicht in neue Projekte in Russland investieren, fügte TotalEnergies am Dienstag hinzu, dass es nicht mehr Reserven von Arctic LNG 2 berücksichtigen werde und auch kein Kapital für die Erschließung bereitstellen werde. 
In Übereinstimmung mit der Entscheidung der EU, weiterhin russisches Gas zu kaufen, werde Total Energies die EU im Rahmen langfristiger Verträge weiterhin mit Ladungen von Yamal LNG versorgen. Man werde jedoch kein russisches Gas auf dem kurzfristigen Markt kaufen. 
 

Alternativen
Weiters erklärte TotalEnergies, man werde seine russischen Öllieferverträge einschließlich der Rohöllieferungen für die Raffinerie Leuna in Deutschland und den Kauf von Gasöl bis spätestens Ende 2022 beenden. Das Unternehmen werde alternative Lösungen verfolgen, indem es Rohöl für Leuna über Polen und Gasöl aus Saudi-Arabien besorgt, wo es eine Beteiligung an der Raffinerie Satorp hält, um die Dieselknappheit zu verringern. (kb)

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