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Wir brauchen keine Kristallkugel: BNY Mellon Global Short-Dated High Yield Bond Fund

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Top-Ökonom Hans-Werner Sinn: "Europa steuert in die Transferunion"

Hans-Werner Sinn ist nicht um klare Meinungen und Worte verlegen. Der Ökonom rügt Deutschland und die anderen EU-Staaten wegen ihrer risikoblinden Wirtschafts- und Währungspolitik – und erneuert seine Forderung nach einen EU-Austritt von Ländern wie Griechenland oder Italien.

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Hans-Werner Sinn: "Die Politik hat noch nicht verstanden, was nach dem Brexit für Deutschland auf dem Spiel steht – wir müssen Europa neu gründen."
© Marlene Fröhlich / Institutional Money

Professor Hans-Werner Sinn, Volkswirt und ehemaliger Präsident des Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung, ist mit der Politik erneut hart ins Gericht gegangen. Auf der 30. Tagung des Investmenthauses Feri in Frankfurt kritisierte er sowohl die Regierung in Berlin als auch deren europäische Partner dafür, dass sie die Zeichen der Zeit nicht erkannt hätten. 

"Die Politik hat noch nicht verstanden, was nach dem Brexit für Deutschland auf dem Spiel steht – wir müssen Europa neu gründen", sagte der streitbare Ökonom zum einen über die Haltung Berlins in Bezug auf den Ausstieg Großbritannien aus der Europäischen Union (EU). Dieser Schritt des Vereinigten Königreiches komme einer "ökonomischen Atombombe" gleich. Das größte Problem sei aber, dass diese Tatsache in Deutschland vielfach noch nicht richtig wahrgenommen werde.

Institutionelle Investoren, die sich einen Blick über den "ökonomischen Tellerrand" verschaffen wollen, sollten unbedingt den 11. Institutional Money Kongress Ende Februar 2018 in Frankfurt besuchen. Als Starreferenten gewannen wir beispielsweise Lars Feld, Wirtschaftsweiser und Topökonom, Klaus Regling, Chef des Euro-Rettungsschirms, oder Social-Media-Expertin Randi Zuckerberg, Schwester des legendären Facebook-Gründers.

"Keynesianisches Strohfeuer"
Sinn teilte aber nicht nur gegen die deutsche Regierung und deren Brexit-Politik aus, er rüffelte auch die gesamte politische Elite der EU: "Es kriselt überall", so Sinn . Die wirtschaftsschwachen EU-Mitgliedsländer würden die notwendigen Reformen nicht angehen, weil sie sich auf den Transferzahlungen und Mitteln aus den Rettungspaketen ausruhten. "Reformen folgen erfahrungsgemäß immer nur, wenn es keine Alternative mehr gibt", so sein Fazit. Er übte weiter Kritik an dem seiner Meinung nach aktuell "künstlichen und kreditfinanzierten Aufschwung in den Mitgliedsländern". Die Entwicklungen des BIP seien in vielen Ländern nicht mehr als ein "keynesianisches Strohfeuer".

Deutscher Bürger muss für fremde Sozialleistungen bürgen und zahlen
Eine "atmende EU" mit dem Austritt der Krisenländer und einer offenen Abwertung der jeweiligen Währung ist Sinns Einschätzung derzeit noch die "am wenigsten trostlose" Alternative zur aktuellen Situation. "In Wirklichkeit steuert Europa aber in eine Transferunion, in der vor allem deutsches Geld in die schwachen Länder fließt", so der Wirtschaftsprofessor. (jb/aa)

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