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Top-Hedgefonds sieht Kollaps kommen: Gold kaufen, Aktien verkaufen

Gold zu kaufen und Aktien zu verkaufen ist die "Empfehlung des Jahrhunderts", sagt einer der Hedgefonds mit der besten Performance im vergangenen Jahr. Er geht davon aus, dass Risikoaktiva auf einen weiteren Kollaps zusteuern.

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Crescat Capital hat den berühmten "Midas Touch". 
© Archiv

Laut Crescat Capital ist es nur eine Frage der Zeit, bis die bearishe Wette fette Gewinne einbringt. Zwar verwaltet die in Denver ansässige Gesellschaft nur rund 50 Millionen US-Dollar. Sie hat jedoch in der Vergangenheit wiederholt den S&P 500-Index geschlagen - allein der Global Macro Fund brachte im vergangenen Jahr 41 Prozent Gewinn, wie Bloomberg News berichtet. Jetzt sagt das Unternehmen, es sei an der Zeit, auf das Ende des Konjunkturzyklus zu setzen, da Indikatoren eine Rezessionsgefahr in den kommenden Quartalen signalisieren. 

Kommt die Rezession doch früher als von den meisten erwartet?
Der Konsens erwarte zwar eine Rezession im Jahr 2020 oder 2021, berichtete Tavi Costa, ein globaler Makroanalyst bei Crescat. "Wir denken, das wird früher kommen, und wir haben eine Reihe von Makro-Timing-Indikatoren, die wir uns ansehen."

Gold in Yuan long, Weltaktien short 
Das Eingehen von Long-Positionen bei Gold auf Yuan-Basis und Leerverkäufe globaler Aktien erklären derzeit drei Viertel der Strategie des Hedgefonds. Zwar verwendet das Unternehmen den MSCI World Index in Modellen, um das Handelsgeschäft darzustellen. Aber es geht mit seiner Short-Position etwas weiter und wählt einzelne Aktien und börsengehandelte Fonds aus, gegen die gewettet wird.

Insiderverkäufe im Visier
Warnsignale kommen laut Crescat von Unternehmens-Insidern, die derzeit in großem Stil Aktien verkaufen - was ein mögliches Platzen der Aktienblase signalisiert. Anfang 2017 verkauften diese Anleger stark Aktien, während der S&P 500 weiter zulegte. Das ist 2018 wieder passiert.

US-Wirtschaftsdaten verschlechtern sich, Rendite-Inversionen bleiben
Bei der Messung diverser Renditespreads entlang der Kurve von Fed Funds bis zu 30-jährigen Staatsanleihen stellte Crescat fest, dass fast 45 Prozent der Kurve eine Inversion aufweist. "Die letzten zwei Male, als die Kreditmärkte so stark verzerrt waren, platzten die Aktivablasen kurz danach", schrieb Crescat.

Aktuell nur eine kurzatmige Bärenmarktrallye?
Was die fast 13-Prozent-Erholung bei globalen Aktien im Jahr 2019 angeht, so sei das Unternehmen stark davon überzeugt, dass es sich lediglich um eine Bärenmarkt-Rallye handelt, sagte Costa, Seit Jahresbeginn hat sich fast alles erholt, begleitet von einem abrupten Rückgang des Cboe Volatility Index, kurz VIX genannt - solche Anzeichen erinnern an falsche Gipfel in derartigen Aufwärtsbewegungen. "Bald wird sich die Auf-dem-Tiefpunkt-Kaufen-Mentalität und die Bullenmarkt-Gier in Angst verwandeln. Die Verkäufe werden zu weiteren Verkäufen führen. So funktionieren die Bärenmärkte", schrieb Crescat. "Der Bärenmarktrallye geht die Luft aus!"

Den Markt geschlagen
Seit seiner Auflegung im Jahr 2006 verzeichnete der Global Macro Fund des Unternehmens laut Website eine annualisierte Rendite von fast zwölf Prozent - mehr als der S&P 500, der auf acht Prozent kam. Auch die Long/Short- und Large-Cap-Fonds von Crescat weisen eine Outperformance auf.

Keine Perma-Bären
"Wir sind auf keinen Fall ewige Bären", sagte Costa. "Das ist im Moment eine sehr taktische bearishe Sicht, und wenn der Markt dreht, wollen wir auch auf das Timing des Bullenmarktes setzen." (kb)

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