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Tage der Entscheidung für Norisbank

Die Deutsche Bank scheint den Verkauf der Online-Tochter Norisbank zu sondieren. Hintergrund ist die Forcierung einer möglichst klaren Zwei-Marken-Strategie. Überlegungen befinden sich aber angeblich erst in einem frühen Stadium.

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So klar wie die architektonische Zwei-Türme-Linie soll in Zukunft auch die Zwei-Marken-Strategie der Deutschen Bank werden.
© zwoffel / stock.adobe.com

Die Deutsche Bank (DB) könnte sich von ihrer Direktbanktochter Norisbank trennen. Wie Insider gegenüber Medien berichten, will die Deutsche Bank laut Handelsblatt einen Verkauf des 2006 übernommenen Instituts prüfen. Die Überlegungen befänden sich demnach in einem frühen Stadium, eine Entscheidung noch nicht gefallen. Im Umfeld der DB heißt es, dass diese künftig eine klare „Zwei-Marken-Strategie“ verfolgen wolle. Die Norisbank mit ihren rund 550.000 Kunden gehörte zuletzt zum Bereich Digital Ventures, der mit dem Abgang seines Leiters Markus Pertlwieser aufgelöst wird.

Auch andere Optionen wie eine Integration der Digitalbank in die bestehende Organisation seien laut Wirtschatswoche denkbar. Unabhängig von der genauen Ausgestaltung könnte die Deutsche Bank jedenfalls die technische Integration der Postbank beschleunigen. Deren IT könnte bereits 2021 und damit ein Jahr früher als geplant auf die Plattform der Deutschen Bank transferiert werden. Für die Koordination des Projekts hat die Bank die Düsseldorfer Unternehmensberatung Ritzenhoefer engagiert. Durch IT-Optimierungen im Privatkundengeschäft will die Bank 400 Millionen Euro jährlich sparen.

Ein Verkauf war schon einmal, 2016 im Raum gestanden, als die Diskussion um die Postbanke zum ersten Mal virulent geworden war. Die damals noch verbliebenen 90 Filialen der Norisbank waren 2012 bei der Postbank eingegliedert worden, es kam dann aber zu besagter Neu-Positionierung als reine Online-Bank. Übernommen hatte Deutsche Bank die  Norisbank mit ihren 98 Filialen 2006 für 420 Millionen Euro von der DZ Bank. (hw)

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