Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:
Ad

Technologien der nächsten Generation am 4. Juni in Frankfurt

Dietrich Matthes, Partner bei Quantic Financial Solutions, stellt ein globales quantitatives Fundamental-Modell vor und vergleicht das aktuelle Marktumfeld mit einem Stress-Szenario. Melden Sie sich gleich an und erfahren Sie mehr!

Anzeige
| Märkte
twitterlinkedInXING

Syz Asset Management: „Es ist zu spät, der Rally nachzujagen“

Für die Anlagestrategen des Schweizer Asset Managers Syz sind die Märkte zu weit gelaufen und Investoren sollten lieber auf günstigere Kurse warten. Diese könnten bald kommen, wenn sich die Rezessionängste materialisieren. Aber auch höhere Zinsen könnten für eine Korrektur sorgen.

Fabrizio Quirighetti, CIO und Head of Multi-Asset bei SYZ Asset Management
Fabrizio Quirighetti, CIO und Head of Multi-Asset bei Syz Asset Management
© Syz AM

Auch wenn das Makroumfeld, bestehend aus geringer Inflation, sowie keinen Zinserhöhungen und wohl keiner Rezession, klar für Aktien spricht, sollten Investoren lieber auf günstigere Aktienkurse warten. Das ist einer Markteinschätzung von Fabrizio Quirighetti, CIO und Head of Multi-Asset bei Syz Asset Management, zu entnehmen. In der aktuellen "Asset Allocation Insights" rät er Investoren, der Rally nun nicht mehr hinterherzujagen, denn nun seien sie zu spät dran: Nicht nur seien die Bewertungen nicht attraktiv. „Die Wirkung der geldpolitischen Stimuli dürfte schon bald nachlassen“, so der Syz-Mann. Denn nach einem Jahrzehnt der finanziellen Repression sei die Verschuldung der Industrieländer nach wie vor zu hoch, das nominale Wachstum zu gering.

Zinserhöhungen oder Rezession?
Quirighetti sieht zwei Szenarien: „Entweder werden die Konjunkturdaten eine Stabilisierung des nominalen Wachstums bestätigen und die ersten Erwartungen von Zinserhöhungen aufkommen. Oder aber das Gegenteil tritt ein und es bahnt sich eine Rezession an.“

Global sehe es nicht anders aus. Die globale Wachstumsdynamik nimmt laut Syz weiter ab, da die Industrieaktivität in Europa weiter schwach ist. "Auch die Dynamik in den USA verlangsamt sich im Vergleich zur starken Entwicklung im Jahr 2018, da die fiskalpolitischen Impulse nachlassen; und die konjunkturellen Stimulierungsmaßnahmen in China schlagen sich bisher noch nicht vollumfänglich in der chinesischen Wirtschaft nieder“, faßt Adrien Pichoud, Chief Economist und Portfoliomanager bei Syz Asset Management, zusammen. Zwar sei das absolute Wachstum in den wichtigsten Volkswirtschaften nach wie vor positiv. Der Wachstumstrend bleibe jedoch schwach.

Schwache Konjunkturdynamik in der Eurozone
In der Eurozone ist die Konjunkturdynamik insgesamt weiter schwach. In Deutschland ist die Industrieaktivität stark rückläufig, die Wirtschaft verzeichnet dank der hohen Inlandsnachfrage jedoch eine leichte Expansion. Ähnlich ergeht es auf Frankreich, wo die starke Binnennachfrage sowie der Konsum privater Haushalte stützend wirken. „Wir erwarten, dass vor allem die robuste Binnennachfrage, unterstützt durch die Geldpolitik der Zentralbanken und die Lockerung der Fiskal- und Geldpolitik in China,  in den Industrieländern zu einer Belebung des globalen Wachstums führen wird“, so Pichoud.

Neue Präsidenten beflügeln Stimmung in Lateinamerika
In den Schwellenländern stechen aktuell vor allem Länder aus Lateinamerika hervor: „Die Wahlen neuer Präsidenten in Brasilien und Mexiko beflügelten dort die Stimmung und erhöhen die Wachstumsdynamik“, betont Pichoud.  

„Wir bevorzugen derzeit Schwellenländeranleihen in Hartwährung“, ergänzt Quirighetti. Gleichzeitig werden auch Schwellenländeranleihen in Lokalwährung interessanter. Denn die geduldige und gemäßigte Haltung der US-Notenbank dürfte sowohl den Anstieg der US-Renditen als auch die Stärke des US-Dollar begrenzen.

Britische Aktien punkten aufgrund ihrer Bewertung
An den Aktienmärkten lohnt ein Blick Richtung Großbritannien: „Britische Aktien sind vor allem aufgrund ihrer Bewertungskennzahlen attraktiv“, betont Maurice Harari, Senior Portfolio Manager bei Syz AM Sie weisen jedoch ein etwas höheres Risiko auf, da der Brexit-Termin näher rückt.

„Darüber hinaus halten wir an der Übergewichtung der USA als Wachstumsmotor fest“, so Harari. Sollte es zu einer Korrektur der globalen Aktienmärkte kommen, bevorzugt der Experte die USA gegenüber Titeln in der Eurozone – trotz der höheren Bewertungen bei US-Aktien. „Die US-Märkte dürften besser behaupten“, erläutert er. (aa)

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen