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Süßes oder Saures am Aktienmarkt? Der Halloween-Effekt bittet zum Tanz

Die Märkte werden von einer Reihe von Horrorgeschichten begleitet: steigende Inflation, nachlassendes Wachstum und explodierende Energiepreise. Doch am 31. Oktober gibt es noch ein weiteres gruseliges Ereignis: Halloween - und den - im Schnitt alles andere als gruseligen - Halloween-Effekt.

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Tea Muratovic, Mitgründerin und geschäftsführende Partnerin von Seasonax
© Seasonax

"Die vielversprechende Nachricht ist, dass dieser Tag zwar etwas besonders Gruseliges an sich hat, aber eigentlich den Beginn einer Periode markiert, die für Investoren vielversprechende Renditen bringt", sagt Tea Muratovic, Mitgründerin und geschäftsführende Partnerin von Seasonax.

Nach Angaben der National Retail Federation werden die Gesamtausgaben für Halloween, einschließlich der Kosten für Süßigkeiten, Kostüme, Dekorationen und Grußkarten in diesem Jahr voraussichtlich 10,14 Milliarden US-Dollar erreichen. Neben kurzfristigen Trends bei den Aktien einiger beliebter Süßwarenhändler, Kostümverleihern und Filmen rund um Halloween  gibt es auch einen langanhaltenden Trend, der sich in den kommenden Wochen durchsetzen wird, den sogenannten "Halloween-Effekt".

Der Halloween-Effekt
Er hat seinen Ursprung in der Londoner City im späten 16. Jahrhundert und wurde seither von Händler zu Händler weitergegeben. Dieses weithin diskutierte Phänomen ist nicht nur für Saisonalitätsexperten von Interesse, sondern wurde von zahlreichen Wissenschaftlern erörtert. Jacobsen & Visaltanachoti, Haggard & Witte, Maberly & Pierce und viele andere konnten nachweisen, dass man den Halloween-Effekt berücksichtigen sollte.

Der Halloween-Effekt beschreibt die Tendenz des Marktes, sich vom 1. November bis zum 30. April besser zu entwickeln als in den anderen Monaten. Auf der Suche nach Beweisen hat Seasonax einen saisonalen Chart des S&P 500 Index analysiert. Es ist leicht zu erkennen, dass es in den letzten 25 Jahren eine starke saisonale Tendenz vom 26. Oktober bis zum 30. April gibt.

Saisonaler Chart des S&P 500 über die vergangenen 25 Jahre

Quelle: Seasonax

Wodurch wird der Halloween-Effekt verursacht?
Der Einzelhandelssektor ist mit der bevorstehenden Saison für Weihnachtseinkäufe eine der Triebfedern für den Anstieg der Aktien in den kommenden Monaten. Verkaufsevents wie Halloween oder der Black Friday regen Verbraucher zu zusätzlichen Ausgaben an und treiben die Aktienkurse in die Höhe, ebenso wie die traditionelle Aktienrallye zum Jahresende und die Stimmung der Anleger während der Festtage. 

Caesars Entertainment Corporation
Der Einzelhandel und die Unterhaltungsindustrie werden in den kommenden Monaten eine hohe Nachfrage verzeichnen. In diesem Sinne werfe man einen Blick auf den saisonalen Chart der Caesars Entertainment Corporation, die sich mit der Bereitstellung von Casinounterhaltung und Gastgewerbe beschäftigt. Zu ihren Marken gehören Aesars, Harrahs, Horseshoe, Wsop, Linq, Caesars und Paris.

Saisonaler Chart von Caesars Entertainment Corporation über die vergangenen 10 Jahre
Dem Chart kann man entnehmen, dass die Aktie in den letzten zehn Jahren vom 28. Oktober bis zum 30. Dezember jeweils in eine starke saisonale Phase eingetreten ist. In dieser Zeitspanne von 43 Handelstagen stiegen die Aktien im Durchschnitt um erstaunliche 20,97 Prozent.

Quelle: Seasonax

Darüber hinaus sind die Erträge des Musters in diesem Zeitraum seit 2011 durchgängig positiv gewesen, mit einem einzigen Ausreißer im Jahr 2014, als die Aktie im Berichtszeitraum einen Verlust von 0,01 Prozent verzeichnet hat.

Ertrag des saisonalen Musters für jedes Jahr seit 2011

Quelle: Seasonax

Saisonale Chancen in Einzelaktien
Es gibt viele Einzelaktien, die in den kommenden Monaten eine Periode saisonaler Stärke aufweisen. Um die Suche nach diesen Gelegenheiten noch einfacher zu machen, hat Seasonax einen "Seasonality Screener" eingeführt. Der Screener ist ein Analysetool, das darauf ausgelegt ist, Handelsmöglichkeiten mit überdurchschnittlichem Gewinnpotential ab einem bestimmten Datum zu identifizieren. Die Algorithmen, die dem Screener zugrunde liegen, basieren auf vorhersehbaren saisonalen Mustern, die sich fast jedes Kalenderjahr wiederholen. Wer möchte, kann mehr als 25.000 Instrumente analysieren, darunter Aktien, (Krypto)-Währungen, Rohstoffe und Indizes, indem er sich für eine kostenlose dreitägige Probezeit bei Seasonax anmeldet.

Ob sich dieser Trend fortsetzen wird?
Das lasse sich nicht mit Sicherheit vorhersagen, so Tea Muratovic, aber die Saisonalität zeige jedenfalls die Wahrscheinlichkeit bestimmter Kursbewegungen an. "Als Handelsstrategie ist sie einer der wenigen Ansätze, die statistisch überprüfbar sind. Da die kalenderbasierten Faktoren, die den saisonalen Trends zugrunde liegen, unabhängig von anderen Einflussfaktoren sind, schafft die Saisonalität aus statistischer Sicht stets einen Mehrwert für die Anleger", ist Muratovic überzeugt. 

Mit anderen Worten: Jedermann kann die Saisonalität und deren Nutzung aufgrund der statistischen Wahrscheinlichkeit und der Wiederholung von Mustern in seine bisherigen Handelsansätze einbeziehen. Vielleicht zeigt sich Halloween ja dann eher von seiner „süßen Seite“..... (kb)

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