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Südafrikanischer Politiker hat Milliarden-Dollar-Schuldenerlass-Plan

David Masondo, Südafrikas stellvertretender Finanzminister Finanzminister, schlug vor, dass Investoren etwa 146 Milliarden Rand (10,2 Milliarden US-Dollar) an Staatsschulden erlassen sollten, wenn der nationale Energieversorger Eskom durch einen Debt-for-Climate-Swap Klimaziele erfüllt.

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Der stellvertretende südafrikanische Finanzminister David Masondo will einen Deal beim Klimagipfel im November, der indirekt einen Schuldennachlass für Klimawohlverhalten vorsieht.
© Republik Südafrika

Um den Übergang von der Kohleverstromung zu Stromerzeugung auf erneuerbare Energien umzustellen, muss Eskom Holdings etwa 400 Milliarden Rand aufnehmen, was seiner derzeitigen Verschuldung entspricht. Das Unternehmen werde eine "ergänzende Transaktion" benötigen, um dies zu erreichen, sagte er kürzlich in einer Rede.

Kreative Idee: Statt dem "Debt-Euqity-Swap" kommt der "Debt-for-Climate-Swap"
Nach Masondos Vorschlag, den er als "Debt-for-Climate-Swap" bezeichnete, würde ein Teil der Staatsverschuldung, der nach seiner Ansicht 146 Milliarden Rand betragen könnte, von den bestehenden Gläubigern nachgelassen werden. Im Gegenzug würde Südafrika einen entsprechenden Betrag als Eigenkapitalspritze für Eskom unter der Bedingung zusagen, dass das Unternehmen Kohlekraftwerke stilllegt, und als Garantie für künftige aufzunehmende Unternehmenskredite. 

Ein Teil des Geldes könnte auch verwendet werden, um die sozialen Folgen der Schließung von Kohlekraftwerken abzufedern, sagte er. Masondo sprach erstmals die Möglichkeit eines Schuldenerlasses Ende Juli dieses Jahres an, um Eskoms Schuldenproblem zu lösen. Damals nannte er wenig Details, jetzt wurde er konkreter.

Was die Investment Community dazu sagt
"Es scheint sehr gefährlich für jemanden, der mit an der Spitze des Finanzministeriums steht und für das Staatsschuldenmanagement verantwortlich ist, über einen Schuldenerlass zu sprechen", sagte Peter Attard Montalto, Leiter der Kapitalmarktforschung bei Intellidex, im Talk mit Bloomberg. Private Investoren seien nicht in der Lage aufgrund ihrer treuhänderischen Pflicht, dies zu tun, da sie nichts für den Schuldenverzicht bekämen. Im April sagte Kristalina Georgieva, geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds, dass ein ähnlicher Vorschlag für eine Vereinbarung bei den COP26-Klimagesprächen im November vorgelegt werde. (kb)

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