Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:
| Märkte
twitterlinkedInXING

Studie: Brexit könnte Bitcoin neuen Schwung geben

Der arg zerfledderte Kurs der digitalen Devise könnte zulegen, wenn der Brexit naht, meint die DZ Bank. Denn in der Vergangenheit habe die Kryptowährung von politisch unruhigen Situationen regelmäßig profitiert.

bitcoin__myst_adobestock_174761626.jpg
© Myst / stock.adobe.com

Für den Kurs der Kryptowährung Bitcoin ginge es lange Zeit vor allem nach unten, doch das Ausscheiden der Briten aus der EU könnte die Digitalwährung wiederbeleben: "Offenbar sind Bitcoins immer dann gefragt, wenn es zu politischen Spannungen kommt", sagt Sören Hettler, Analyst bei der DZ Bank. "Während bei den ökonomisch bedingten Turbulenzen keine klare Stoßrichtung des Bitcoin-Kurses zu erkennen ist, wurden die politischen Großereignisse von einer jeweils deutlichen Aufwertung der Kryptowährung begleitet".

Hettler hat als politische Krisen die Volksabstimmung zum Brexit (Juni 2016), sowie die letzten Präsidentschaftswahlen in den USA (November 2016) und Frankreich (Frühjahr 2017) untersucht, schreibt das Handelsblatt. Als ökonomische Krisen hat er Sorgen um die chinesische Wirtschaft (Mitte 2015 und Anfang 2016) und um die US-Wirtschaft (Anfang und Ende 2018) in den Blick genommen.

Bei den drei politischen Krisen lag der Bitcoin-Kurs zwei Monate nach dem Ereignis jeweils mindestens 30 Prozent oberhalb des Niveaus einen Monat zuvor. Der Analyst hält es für möglich, dass sich ein ähnliches Muster auch beim bevorstehenden Brexit zeigen könnte.

Breite Akzeptanz in weiter Ferne
Hettler glaubt allerdings nicht, dass derartige Bewegungen "den Weg zur allgemeinen Akzeptanz von Kryptowährungen ebnen". Der Kurs der Bitcoins ist überhaupt nur schwer bis gar nicht zu prognostizieren. Weil die Kryptowährung nicht direkt mit den großen Segmenten des Kapitalmarkts wie Aktien oder Anleihen verbunden ist, eignen sich Bitcoins aber möglicherweise dazu, Risiken zu abzufedern, schreibt das Handelsblatt. (fp)

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen