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Stephen Roach: Ein kurzer Abgesang auf den Dollar – inklusive Timing

Die Morgan Stanley-Legende, die derzeit in Harvard und Yale wirkt, sieht mehr als nur schwere Zeiten auf den US-Dollar zukommen. Der Ökonom führt makroökonomische Ungleichgewichte und gibt sogar ein ziemlich exaktes Ausmaß und einen beunruhigend nahen Zeithorizont an.

Stephen Roach
Morgan Stanley-Legende Stephen Roach (Anm.: hier in einer Archivaufnahme aus 2010) hat in seiner Karriere schon viel erlebt – jetzt sieht er einen neuen, negativen Höhepunkt voraus.
© SeongJoon Cho / Bloomberg

Es war ein Abgesang auf den Dollar. Und er kam von niemand geringerem als  Stephen Roach. Als ehemaliger Chairman und Chef-Ökonom von Morgan Stanley weiß der Mann, der aktuell als Senior Fellow am Jackson Institute for Global Affairs der Yale University sowie Dozent an der Yale School of Management, tätig ist, wovon er redet. Umso gewichtiger sind seine Aussagen, gegenüber dem US-Nachrichtennetzwerk CNBC, wonach auf den Dollar sehr schwere Zeiten zukommen werden und er gegenüber den wichtigsten anderen Währungen um bis zu 35 Prozent fallen könnte.

35 Prozent – und das sehr bald
„Die US-Wirtschaft ist seit langem von einigen erheblichen makroökonomischen Ungleichgewichten betroffen, nämlich einer sehr niedrigen inländischen Sparquote und einem chronischen Leistungsbilanzdefizit“, so Roach im Interview. „Der Dollar wird sehr, sehr stark fallen. Diese Probleme werden immer schlimmer, wenn wir das Haushaltsdefizit in den kommenden Jahren weiter aufblasen.“ Gleichzeitig entferne sich Amerika von der Globalisierung "und konzentriert sich darauf, sich vom Rest der Welt zu entkoppeln“, sagte Roach. „Das ist eine tödliche Kombination.“ Auch ein Zeitfenster für den Absturz des Greenbacks nennt er: In den nächsten ein bis zwei Jahren soll es bereits Realität werden. (hw)

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