Stellenabbau: Lanxess-Aktie fällt elf Prozent nach extrem harten Jahr
Die Lanxess-Aktie hat mit einem Kursrutsch um zeitweise knapp elf Prozent auf die jüngsten Geschäftszahlen des Spezialchemie-Konzerns reagiert. Angesichts des Gegenwinds für das Geschäft kündigten die Kölner den Abbau von 550 Stellen an — rund zwei Drittel davon in Deutschland.

Eckpunkte:
- Spezialchemiesektor in der Bredouille
- Infrastrukturpaket wirkt wohl erst später
- Striktes Kostenmanagement und Prozessverschlankung
Wegen einer schwachen Nachfrage und geopolitischen Krisen hat der Lanxess-Konzern für 2026 Maßnahmen zur Kostensenkung auf den Weg gebracht, wie das Unternehmen vor kurzem bekanntgab. Bis Ende 2028 sollen so weitere rund 100 Millionen Euro pro Jahr dauerhaft eingespart werden.
Annus horribilis
“Das Jahr 2025 war für die gesamte Chemieindustrie und auch für Lanxess extrem hart. Für 2026 sehen wir positive Impulse frühestens im zweiten Halbjahr, etwa durch das Infrastrukturpaket der Bundesregierung“, erklärte Lanxess-Chef Matthias Zachert. “Für uns gilt daher auch in 2026 die Maßgabe: Wir steuern die Dinge, die wir steuern können. Das heißt: weiter Kosten senken, Prozesse verschlanken und neue Marktchancen kreieren.”
Der Konzernumsatz sank im Geschäftsjahr 2025 gegenüber dem Vorjahr um knapp elf Prozent auf 5,7 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) vor Sondereinflüssen sackte um knapp 17 Prozent auf 510 Millionen Euro.
Vom Stellenabbau betroffen sind vor allem Verwaltungsfunktionen
“Der Stellenabbau soll möglichst sozialverträglich über natürliche Fluktuation und demografische Effekte erfolgen”, hieß es. (kb)