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Stellenabbau bei Banken weltweit nähert sich 70.000 an

Der weltweite Kahlschlag bei Bankjobs geht weiter, nachdem nun auch Goldman Sachs sich der wachsenden Schar von Kreditinstituten angeschlossen hat, die ihre während der Coronavirus-Pandemie unterbrochenen Kürzungen wieder aufnehmen.

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Mit den diese Woche angekündigten Streichungen summiert sich der Stellenabbau in der Branche mittlerweile auf 67.844 Positionen, wie aus Daten hervorgeht, die von Bloomberg zusammengestellt wurden. Am Donnerstag kam Goldman hinzu, wo man ein Prozent der Belegschaft oder rund 400 Stellen kürzen will, wie Bloomberg unter Berufung auf Informanten erfahren hat. 

Schrumpfende Belegschaften
Der angekündigte Jobabbau 2020 im Bankgewerbe reiht sich nahtlos in die Maßnahmen der letzten Jahre ein.

Mehr als 30 Kreditinstitute - aus Europa, Nordamerika, Asien und Afrika - planen Kürzungen. Die tatsächliche Gesamtzahl ist wahrscheinlich höher, da viele Banken Mitarbeiter entlassen, ohne ihre Pläne offiziell bekannt zu geben. Die Firmen verweisen auf die Notwendigkeit, die Ausgaben zu senken, um Kosten für Kreditausfälle während der Pandemie auszugleichen, sowie auf Ausgaben für die Einhaltung strengerer Vorschriften und Investitionen in digitale Technologie.

Während der Pandemie wurde der Jobabbau oft auf Eis gelegt
Doch damit ist es jetzt offensichtlich wieder vorbei.

Goldmans Pläne legen nahe, dass die Pandemie den eigentlichen Entschluss der Finanzbranche überdauert, etwas anzubieten, um ihren Mitarbeitern gewisse Stabilität inmitten des wirtschaftlichen Abschwungs zu bieten. Sie tragen zu einer schlechten Woche für Bankjobs bei. Italiens Intesa Sanpaolo gab am Mittwoch bekannt, mit den Gewerkschaften mindestens 5.000 freiwillige Stellenkürzungen vereinbart zu haben. Die britische Tochter der Banco de Sabadell erklärte ebenfalls diese Woche, es werden mehr als 900 Positionen gestrichen.

500.000 Jobs weniger seit 2014
Die Gesamtzahl des seit Anfang 2014 gemeldeten Stellenabbaus beläuft sich nun auf rund eine halbe Million. Zum Vergleich: J.P. Morgan, die größte US-Bank, beschäftigte Ende Juni 256.710 Mitarbeiter, die Deutsche Bank rund 87.000.

In Europa wird die Axt besonders stark geschwungen
Banken mit Hauptsitz in Europa, die sich nicht so schnell von der Finanzkrise 2008 erholt haben wie die US-Konkurrenz, machen den größten Teil des angekündigten Stellenabbaus aus. Dies liegt vor allem an HSBC die im Februar angekündigt hat, ihre Belegschaft um 35.000 zu reduzieren. (kb)

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