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Die neue Normalisierung

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Seit 2009 haben die Zentralbanken ihre Bilanzen auf beispiellose Art aufgebläht. Angesichts des weltweit verbesserten Wirtschaftsumfelds hat die Notwendigkeit einer „Normalisierung“ – Anhebung der Zinsen und Reduzierung der Bilanzen – zu einer vierten Welle des Tapering geführt.

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Steigende Zinsen geben Value- und insbesondere Bankaktien Rückenwind

Das Ende der lockeren Geldpolitik rückt näher, die Zinskurve neigt dazu, steiler zu werden – das veranlasst institutionelle Investoren, Kapital aus Anleihen abzuziehen oder umzuschichten. Größte Nutznießer dieser Entwicklung dürften europäische Value-Aktien sein, erwartet NN Investment Partners.

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Europäische Investoren dürften ihr Interesse – und somit ihr Kapital – von Anleihen hin zu Value-Aktien verlagern, erwartet der Fondsanbieter NN Investment Partners. Denn die Europäische Zentralbank hat unmissverständlich deutlich gemacht, dass das Ende der lockeren Geldpolitik bevorsteht. "Value-Aktien aus Europa weisen eine besonders starke Korrelation mit steigenden Anleiherenditen auf", sagt Nicolas Simar, Leiter der Equity Value Boutique bei NN Investment Partners. Zudem verzeichneten die entsprechenden Unternehmen derzeit wachsende Erträge.

Finanzwerte sind Nutznießer steigender Zinsen
Vor allem Finanzwerte dürften von der Umschichtung von Anleihen in Value-Werte profitieren, erwartet Simar: "Von allen zyklischen Sektoren ist die positive Korrelation bei Banken am höchsten." Auch die Bewertungslücke zwischen teuren und günstig bewerteten Aktien sei in Europa weiterhin sehr ausgeprägt – ein weiterer Grund für Investoren, in Value-Aktien umzuschichten. Die Bewertungsunterschiede haben nahezu den Stand erreicht, auf dem sie sich zuletzt zum Höhepunkt der Eurokrise im Juli 2012 befanden, und damit deutlich über dem Langzeitdurchschnitt der vergangenen zwanzig Jahre. "Für Anleger sollte das einen ausreichenden Sicherheitspuffer darstellen, um sich wieder Value-Aktien zuzuwenden", sagt Simar. Das gelte vor allem mit Blick auf die anziehende Konjunktur in der Eurozone.

Interesse an Zyklikern dürfte steigen
Mit den zunehmend freundlicheren Konjunkturaussichten in Europa dürfte sich das Anlegerinteresse vor allem konjunkturabhängigen Sektoren zuwenden, sagt Simar. Die Stimmung in der Eurozone bei Verbrauchern und Unternehmen ist gut: Die entsprechenden Indikatoren lagen diesen Juni auf dem höchsten Stand seit fast zehn Jahren. "Die makroökonomischen Daten in Europa signalisieren weiteres Wirtschaftswachstum. Die Ertragsentwicklung der Unternehmen und das Aufwärtspotenzial an den Aktienmärkten verbessern sich deutlich, vor allem in den Sektoren Banken und Rohstoffe. Wir halten daher an unserer Präferenz für Value- und Dividendentitel fest", sagt Simar.

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