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Steht nun die Flurbereinigung bei den Landesbanken unmittelbar bevor?

​"Fünf Landesbanken sind zu viel", erklärte der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV) in einem Gespräch mit Bloomberg. Rund zwei Monate zuvor waren Spekulationen aufgekommen, denen zufolge die Sparkassen über die Fusion einiger ihrer Spitzeninstitute nachdächten.

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Sparkassen-Präsident Helmut Schleweis treibt die Pläne für eine deutsche Super-Landesbank voran.
© DSGV

Den Plänen zufolge würden zunächst Helaba und NordLB fusionieren, später könnten Deka und andere Institute hinzukommen, hatte Bloomberg im Oktober unter Berufung auf informierte Personen berichtet. Die betreffenden Banken hatten am Ende des vergangenen Jahres eine Bilanzsumme von insgesamt etwa 682 Milliarden Euro und damit eine höhere Bilanzsumme als die Commerzbank, die bei 453 Milliarden Euro zu liegenb kommt. Damit entstünde die zweitgrößte deutsche Bank.

Langwieriger Fusionsprozess ante portas?
Sollte er zur Fusion kommen, würde der Prozess wohl Jahre dauern. "Bei der Umsetzung muss es nicht schnell gehen", erklärte Schleweis gegenüber Bloomberg. "Es geht eher darum, dass eine Lösung gefunden wird, die alle regionalen Interesse zusammenbringt." 

Schleweis weiß, wovon er spricht
Erfahrungen mit Zusammenschlüssen hat Schleweis aus seiner Zeit als Chef der Sparkasse Heidelberg. Hier fädelte er eine Fusion ein, bei der ein Institut mit einer Bilanzsumme von zuletzt rund 7,5 Milliarden Euro entstand. Im Verlauf seiner Karriere war er auch an weiteren Zusammenschlüssen beteiligt. Sein größter Coup gelang ihm im Jahr 2011, als er im Auftrag der Sparkassen die Verhandlungen über die vollständige Kontrolle des Vermögensverwalters Deka in einem 2,3-Milliarden-Euro-Deal mit den Landesbanken vorantrieb. (kb)

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