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Stefan Keitel, Deka, warnt vor Rezession und weiteren Kursverlusten

Die zunehmend lockere Geldpolitik der Notenbanken stimmt viele Anleger zuversichtlich. Jedoch sollten sie die aktuellen wirtschaftspolitischen Unsicherheiten nicht unterschätzen, warnt Deka-Chefanlagestratege Stefan Keitel.

Stefan Keitel
Stefan Keitel, Deka: "Mittlerweile halten wir es für gut möglich, dass die deutsche Wirtschaft im Verlauf des Jahres in eine leichte Rezession rutscht."
© Deka

Angesichts zahlreicher wirtschaftlicher Krisenherde weltweit haben die Notenbanken Anlegern mit ihrer zunehmend expansiven Geldpolitik ein Stück Sicherheit zurückgegeben. Dennoch sollten Investoren nicht zu optimistisch werden, warnt Stefan Keitel, Chefanlagestratege und Geschäftsführer der Deka Investment. "Die Konflikte im Welthandelssystem, die eigentlich geopolitische Konflikte sind, sorgen bei den Industrieunternehmen weltweit für große Unruhe." 

Vor allem der Handelskrieg zwischen China und den USA mache der Weltwirtschaft zu schaffen. Produktionsstandorte und Absatzmärkte sind plötzlich keine Selbstverständlichkeit mehr. Besonders Deutschland verliere aus drei Gründen: Die Industrie spielt hier eine wichtige Rolle, die Wirtschaft ist exportstark und die asiatischen Märkte sind wichtige Abnehmer. "Mittlerweile halten wir es daher für gut möglich, dass die deutsche Wirtschaft im Verlauf des Jahres in eine leichte Rezession rutscht", sagt Keitel.

Weitere Korrektur am Aktienmarkt möglich
Die sinkenden Renditen auf Anleihen durch den lockeren Kurs der Notenbanken lassen derweil viele Anleger zu Aktien greifen. Doch auch hier warnt der Anlageexperte: "Zum einen lief die Erholungsbewegung im ersten Halbjahr zu glatt, um nicht eine Verschnaufpause zu benötigen." Zum anderen brauche es nachhaltig positive Konjunktursignale, um die Zweifel der Investoren zu zerstreuen. "Die Konsolidierung dürfte allerdings in Richtung des vierten Quartals bereits wieder gute Einstiegschancen an den Aktienmärkten bieten", meint Keitel. (fp)

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