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‘Stecht in die Blase’: Morgan-Stanley-Chef will Fed-Straffung

Der Chief Executive Officer der US-Großbank fordert, dass bei der von den Zentralbanken aufgepumpten Blase etwas Luft abgelassen wird. Die Märkte seien stark genug, dies zu verdauen.

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© Daniel Acker / Bloomberg News

Morgan-Stanley-Chef James Gorman rüstet sich für Zinserhöhungen. Die Märkte sind darauf vorbereitet, davon ist er überzeugt.  “Man muss ein wenig in diese Blase stechen”, sagte Gorman in einem Interview mit Bloomberg Television. “Das Geld ist im Moment ein bisschen zu günstig und zu verfügbar.”

Gründe für eine restriktivere Geldpolitik
Gorman verwies auf Lohnerhöhungen, Engpässe in den Lieferketten und steigende Rohstoffpreise, die die Inflation in die Höhe treiben. Nicht alles davon sei ein vorübergehendes Phänomen, was die Federal Reserve zwinge, etwas aggressiver vorzugehen, als es die Geldpolitiker derzeit prognostizieren, so Gorman.

Seine Kommentare unterstreichen die am Mittwoch von Goldman Sachs Group-Präsident John Waldron geäußerten Bedenken, der ebenfalls die erhöhte Inflation nicht für temporär hält. Larry Fink, CEO von BlackRock, erklärte in einem Interview mit CNBC, dass die Teuerung “definitiv nicht vorübergehend” sei, und Jamie Dimon, Chef von JPMorgan Chase & Co., befand, dass die Preisanstiege in den nächsten Quartalen wahrscheinlich nicht nachlassen werde.

Wann sollte die Fed also handeln? „Ich würde auf jeden Fall im ersten Quartal des nächsten Jahres damit beginnen“, sagte Gorman. “Sie haben eine Menge Spielraum, sich zu bewegen.” Die Zinssätze im nächsten Jahr zu erhöhen sei weder eine Krise noch unerwartet, sagte er.

Hinweise auf eine Straffung der Geldpolitik werden in der Regel mit einem Rückgang der Vermögenspreise beantwortet. Der Chef von Morgan Stanley sagte jedoch, dass dies diesmal kein Grund zur Besorgnis sein sollte.

“Ich denke, der Markt hat verstanden, dass sich die Fed bewegen muss, nicht nur beim Tapering, sondern auch bei Zinserhöhungen”, sagte er. “Und nebenbei bemerkt sind wir zehn Zinserhöhungen von dem entfernt, was als normal angesehen werden würde.” (aa)

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