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Starökonom warnt vor neuer Bond-Krise bei Schwellenländern

Bisher wirken sich die Wechselkurs- und Schuldenprobleme Argentiniens und der Türkei nicht auf andere Schwellenländerschulden aus. Nach Ansicht von Kenneth Rogoff könnte sich das aber ändern.

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Kenneth Rogoff: "Obwohl zu erwarten ist, dass eine Anleihekrise in den Schwellenländern begrenzt bleiben würde, sollten die derzeitigen Instabilitätserscheinungen selbst in den hochentwickelten Volkswirtschaften als Weckruf dienen."
© Jason Alden / Bloomberg

Der US-Ökonom und Harvard-Professor Kenneth Rogoff gilt international als Autorität beim Thema Staatsverschuldung. In einem aktuellen Beitrag für die Meinungsplattform "Project Syndicate" stellt er die Frage, ob die aktuellen Wechselkurs- und Schuldenprobleme der Türkei und Argentiniens als isolierte Fälle zu betrachten oder eher als Vorboten größerer Verwerfungen zu sehen seien, die von weltweit ansteigenden Zinsniveaus ausgelöst werden könnten.

Gefahr steigender Zinsen
Eine anhaltende Aufwärtsbewegung bei den Anleiherenditen würde nicht nur etliche Schwellenländer in Bedrängnis bringen, sondern auch hoch entwickelte Industrienationen wie etwa Italien – nach den jüngsten politischen Entwicklungen zeichnen sich hier nach seiner Ansicht nach bereits mögliche neue Probleme für die Eurozone ab. Aber auch in vielen anderen Regionen würden die erreichten Schuldenniveaus im Fall von Störeinflüssen Krisen verursachen.

Da nicht vorhersagbar sei, welche Art von Störeinfluss so etwas auslösen könnte – die Bandbreite reiche hier von Cyber-Angriffen über Pandemien bis hin zu einer tiefergehenden Konjunkturkrise in China – sei es notwendig, dass sich die Regierungen möglichst große Finanzierungsspielräume offen halten, um Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Das sei nur bei gutem Zugang zu den Kreditmärkten der Fall, der wiederum vom Vertrauen der Investoren in die Zahlungsfähigkeit der Emittenten abhänge.

Keine aktuelle Bedrohung in Sicht
Der frühere Chefökonom des Internationalen Währungsfonds sieht aktuell keine unmittelbare Bedrohung, warnt aber vor einer allzu lockeren Einstellung: "Obwohl zu erwarten ist, dass eine Anleihekrise in den Schwellenländern begrenzt bleiben würde, sollte die derzeitigen Instabilitätserscheinungen selbst in den hochentwickelten Volkswirtschaften als Weckruf dienen."

Rogoff beunruhigt vor allem die von vielen Ökonomen vertretene Ansicht, dass die aktuell weltweit hohen Staatsschulden keinerlei Problem darstellen. Zum Teil hätten exakt dieselben Personen vor einer Generation eine permanente Verringerung zyklischer Volatilität – sprich: ewige Crash-Freiheit – prognostiziert. (gf)

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