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Jeremy Grantham: Der Markt schreit danach, dass die Blase platzt

Auf dem US-Aktienmarkt hat sich eine Blase gebildet, die kurz vor dem Platzen steht, sagt Jeremy Grantham. Als Indiz nennt der Investor unter anderem die wachsende Euphorie vor allem von Privatanlegern.

Jeremy Grantham, Mitgründer des Fondsanbieters Gratham, Mayo & van Otterloo (GMO)
Jeremy Grantham, Mitgründer des Fondsanbieters Gratham, Mayo & van Otterloo (GMO)
© GMO

US-Aktien sind nach Ansicht von Jeremy Grantham aktuell zu rund 50 Prozent überbewertet. Im Interview mit dem Wirtschaftsmagazin "Capital" warnt der Mitgründer des Fondsanbieters Grantham, Mayo & van Otterloo (GMO) vor einer Blase. "Der Markt schreit förmlich, dass er bereit ist zu platzen", sagt Grantham. 

Als Begründung führt der Investor vor allem zwei Faktoren an. Zum einen die hohen Bewertungen, die er – anders als noch vor gut einem Jahr – nicht mehr für fundamental gerechtfertigt hält. Damals ließen sich die Kurse noch mit hohen Gewinnmargen bei gleichzeitig niedriger Inflation erklären. "Jetzt gilt das nicht mehr, denn die Weltwirtschaft ist krank", sagt Grantham. 

Jeder Preis ist recht
Ein weiteres Zeichen für eine Blase sieht der Investor in der wachsenden Euphorie vor allem von Privatinvestoren, die sich in Exzessen wie dem Hype um die Gamestop-Aktie äußert. "Heutzutage werfen sich viele Individuen in den Markt hinein und kaufen Sachen, von denen sie nichts wissen. Sie zahlen jeden Preis, weil sie von Freunden hören, es sei jetzt die Zeit, Geld zu machen", so der Investor. Für ihn zeigt sich derzeit die verrückteste Demonstration von überschießendem Enthusiasmus bei Privatanlegern, die es in der US-Historie je gegeben hat. (fp)

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