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Sprott: Warum Großanleger ihr Gold-Exposure erhöhen

Der auf Gold und andere Edelmetalle spezialisierte Asset Manager berichtet über den Goldmarkt und beispielsweise darüber, dass eine Pensionskasse ihr Gold-Exposure auf fünf Prozent anhebt.

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© Route16 / stock.adobe.com

Investoren sollten die Entwicklung bei Gold genau im Auge behalten. Nachdem Gold am 6. August ein Rekordhoch von 2.064 US-Dollar erreicht hatte, schloss das gelbe Metall den September bei 1.885 US-Dollar und verlor 4,2 Prozent für den Monat, stieg aber immer noch um 24 Prozent YTD. Gold hat sich von seinem März-Tief von 1.452 US-Dollar stark bewegt und war reif für Gewinnmitnahmen. Sprott ist der laut dem jüngsten Kommentar der Ansicht, dass der aktuelle Goldpreis einen attraktiven Einstiegspunkt bietet. Dafür nennt die Gesellschaft einige Argumente:

Vieles spricht für Gold
Der Goldbestand in ETFs ist stetig gestiegen. Sprott ist der Ansicht, dass dies eine solide Basis darstellt, die makroökonomische Faktoren im Vergleich zu Gold in Managed Futures verfolgt, die traditionell eher auf den kurzfristigen Handel ausgerichtet waren.

Am 31. August kündigte die 16 Milliarden US-Dollar schwere Ohio Police and Fire große Pensionskasse eine fünfprozentige Allokation an Gold an. Dies ist die jüngste in einer Reihe ähnlicher Allokationen durch institutionelle Investoren. Laut Sprott konzentrieren sich diese Entscheidungen in der Regel auf die Rolle von Gold sowohl als defensiver Vermögenswert, der in Krisenzeiten eine überdurchschnittliche Leistung erbringt, als auch auf das Potenzial von Gold in einer Welt nach dem Ende der Krise, die durch beispiellose globale Anreize und niedrige bis negative Realzinsen gekennzeichnet ist.

Für viele Institutionen sieht laut Sprott Gold im Vergleich zu festverzinslichen Alternativen besonders überzeugend aus. Massive Schuldenkäufe durch Staatskredite werden die Zinsen auf einem extrem niedrigen Niveau einfrieren, und US-Staatsanleihen werden nach der Inflation negative Renditen liefern.

Ausblick auf Goldminenaktien
Sprott geht auch auf die letzten Entwicklungen bei Goldminenaktien ein. So verzeichneten Goldminenaktien im September einen Rückgang von 7,4 Prozent und konsolidieren sich oberhalb wichtiger technischer Unterstützungsniveaus.

Da der Markt beginnt, einen Konsens über einen längeren Zeitraum für Gold zu entwickeln, erwartet Sprott einen robusten Anstieg der Gewinnaussichten und Zielpreisprognosen. Mit Gold nahe 1.900 US-Dollar und AISC-Kosten (All-in sustaining costs) der Branche von etwa 1.000 US-Dollar pro Unze erzielt der Sektor in einer der schlimmsten globalen Rezessionen des vergangenen Jahrhunderts eine Betriebsmarge von etwa 100 Prozent.

Sprott ist der Ansicht, dass sich die positiven Aussichten für den Edelmetallsektor nicht in den aktuellen Bewertungen widerspiegeln. Für den Goldaktienkomplex sind die Schätzungen der Analysten für den Gewinn pro Aktie (EPS) im August um ~127 Prozent gestiegen, während sie für den S&P 500 einen Rückgang von ~18 Prozent erwarten. Diese Prognosen werden weiter gedämpft, da die Analysten in ihren Modellen nach wie vor künftige Goldpreise im Bereich zwischen 1.500 und 1.600 US-Dollar verwenden.

Es gibt einen ausgeprägten M&A-Trend, der zeigt, dass es für große Unternehmen billiger geworden ist, vorhandene Reserven zu kaufen, anstatt sie über viele Jahre hinweg aufzubauen. Sprott ist der Ansicht, dass dies in den nächsten 24 Monaten die Bewertungen ausgewählter Small- und Midcap-Namen erhöhen wird. (aa)

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