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Spread-Ausweitung bei Asian Debt zu hoch, nun hohes Renditepotential

Bei asiatischen Unternehmensanleihen ist die Spread-Ausweitung in dieser Höhe nicht gerechtfertigt und eröffnet Chancen, meint NN Investment Partners (NN IP).

Joep Huntjens, Head of Asian Fixed Income bei NN Investment Partners
Joep Huntjens, NN Investment Partners
© NN Investment Partners

Die unterschiedslose Verkaufswelle bei asiatischen Unternehmensanleihen hat zu einer Spread-Ausweitung geführt, die in dieser Höhe aufgrund der Fundamentaldaten nicht gerechtfertigt ist. Diese Markteinschätzung hat NN Investment Partners (NN IP). Zur Orientierung: Der JP Morgan Asia Credit Index (JACI) bietet derzeit Renditen von mehr als 400 Basispunkten über US-Staatsanleihen. Diesen Spread Level gab es zuletzt 2011 während der EU-Staatsschuldenkrise. Bei asiatischen Hochzinsanleihen sind die Spreads um 500 Basispunkte auf fast 1.000 Basispunkte gestiegen.

NN IP ist der Meinung, dass diese Spreads im Hochzinsbereich mit Blick auf die erwarteten Ausfallraten nicht gerechtfertigt sind. Mit Spreads von rund zehn Prozent müssten die Ausfallraten auf rund 15 Prozent steigen, damit die Gesamterträge der Anlageklasse negativ ausfallen. Zum Vergleich: Die höchste Ausfallrate, die in Asien in den vergangenen zehnJahren gesehen wurden, lag bei 3,1 Prozent im Jahr 2015. In diesem Jahr geht NN IP von einer Ausfallrate von drei bis fünf Prozent aus.

In den asiatischen Anleihemärkten sieht NN IP bereits erste Anzeichen für eine Normalisierung. Die Ausflüsse aus der Anlageklasse haben nachgelassen, die Liquidität hat sich leicht verbessert, und die Erträge des JACI Index scheinen ihren Boden erreicht zu haben. "Unser Basisszenario geht mittlerweile von einer schnellen Erholung der asiatischen Volkswirtschaften im zweiten Halbjahr 2020 aus. Wichtig sind hier die ermutigenden Anzeichen des Wiederanstiegs der industriellen Aktivitäten in China und die starke Unterstützung durch die dortige Politik", erklärt Joep Huntjens, Head of Asian Fixed Income bei NN IP: "Allerdings wird die Erholung der asiatischen Wirtschaft auch davon abhängen, wie sich die wirtschaftliche Lage in Europa und den USA entwickelt."

Die aktuellen Bewertungslevels asiatischer Unternehmensanleihen seien laut Huntjens nach einer Spread-Ausweitung, wie wir sie vielleicht nur alle zehn Jahre einmal sehen, als Einstiegszeitpunkt für Anleger interessant, die an die langfristigen Wachstumsaussichten Asiens glauben. "Vor allem im Hochzinsbereich sehen wir viel Potenzial. Dabei wird es jedoch zunehmend wichtiger, gefallene Engel zu vermeiden", erklärt Huntjens. (aa)

 

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