Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:
| Märkte
twitterlinkedInXING

Spin-Offs: Der süße Duft der Freiheit tut oft gut, meint man bei S4A

Dr. Christian Funke, Vorstand der Source For Alpha (Deutschland) AG, kurz der S4A, nimmt den anhängigen Spin-Off Fall von Uniper zu Anlass, um darauf hinzuweisen, dass sich ungeliebte Töchter deutlich besser entwickeln als erwartet, so sie in die Selbständigkeit entlassen wurden.

funke_christian_dr_s4a_quer.jpg

Am 12. September 2016 ist es soweit: E.On will seine abgespaltene Tochter Uniper an die Börse bringen. In ihr hat der Konzern seine konventionellen Kraftwerke, den Energie-großhandel sowie die Gasproduktion gebündelt. Die Trennung erfolgt hierbei wie folgt: Zunächst gibt E.On 53 Prozent der Uniper-Anteilsscheine in Form einer Aktiendividende ab – für jeweils 10 E.On Aktien erhalten die Aktionäre je eine Aktie des neuen Uniper-Konzerns. Die verbliebenen 47 Prozent können je nach Marktentwicklung in den nächsten Jahren über die Börse abgegeben werden.

Osram-Siemens als erfolgreiches Beispiel

Dr. Funke: "Ein großer Teil der Marktakteure hofft bereits auf eine gute Kursentwicklung wie zuletzt bei der Abspaltung von Osram durch Siemens im Sommer 2013. Auch die erfolgreiche Abspaltung von Lanxess durch Bayer in 2005 ist vielen Aktionären noch in guter Erinnerung." Die folgende Graphik zeigt die tgliche Renditeentwicklung der Spin-offs Osram und Lanxess über die nächsten zwei Jahre nach ihrer Abspaltung im Vergleich zum DAX 30 Performance Index.

Viele Marktteilnehmer denken, dass die gute Performance dieser Spin-offs kein Zufall ist. Funke führt aus: "Sie verweisen in ihrer Argumentation auf die besonderen Umständen, unter denen die Abspaltungen stattfinden: Häufig versuchen die Mutterkonzerne sich vor allem von wachstumsschwachen und nicht rentablen Tochtergesellschaften zu trennen. Der klassische Spin-off ist dabei häufig die letzte Wahl der Trennungsmethode: Er wird erst in Betracht gezogen, wenn alternative Arten der Trennung – der Verkauf an einen Wettbewerber oder ein Börsengang in Form eines IPO – gescheitert sind. Diese Umstände sorgen dafür, dass Spin-off-Unternehmen eigentlich nie überteuert auf den Markt kommen, sondern häufig sogar mit erheblichen Bewertungsabschlägen gelistet werden." (kb)

 

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen