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Spekulanten sehen in JGBs-Shorts enormes Renditepotenzial

Während die japanische Notenbank ihre Anstrengungen zur Begrenzung der Anleiherenditen immer mehr intensiviert, wettet BlueBay Asset Management darauf, dass der Plan scheitert. Vor allem das gute Chancen-/Risikoverhältnis weckt Erinnerungen an die Wette von George Soros gegen das Britische Pfund.

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© Caito / stock.adobe.com

Die Strategie der Bank of Japan zur sogenannten Renditekurvensteuerung werde nicht aufgehen, eine Wette dagegen sei sehr aussichtsreich. Das sagte Bluebay Asset-Management-CIO Mark Dowding nicht nur in seinem Workshop am jüngsten "Institutional Money Kongress", sondern wiederholte dies auch in einem Interview mit Bloomberg News. Dowding argumentiert, die Bank of Japan (BoJ) steht zunehmend nicht mehr im Einklang mit der Handlungsweise der anderen Notenbanken der Welt. BlueBay habe vor diesem Hintergrund eine “beträchtliche Shortposition in JGBs aufgebaut”. 

Auch andere Branchengrößen zweifeln an der Bank of Japan
Marktveteranen wie Jim O’Neill, ehemaliger Chef-Devisenökonom der Goldman Sachs Group und Seamus Mac Gorain von JPMorgan Asset Management hatten bereits vorhergesagt, dass Japans Notenbank ihre Gangart in Bezug auf die Renditen ändern müsse, wie es die Zentralbank Australiens im vergangenen November bereits getan hat.

Die Rendite zehnjähriger japanischer Anleihen durchbrach am Montag das obere Ende des Toleranzbands der BoJ und blieb auf einem hohen Niveau, selbst nachdem die Zentralbank ihre geplanten Anleihekäufe beschleunigte und längere Laufzeiten einbezog, merkt Bloomberg mit Verweis auf nachfolgende Grafik an:

Japanische Zehnjahresrenditen wollen nach oben ausbrechen

Die Renditen in Japan (weiße Linie) folgen den Renditen von US-Staatsanleihen (blaue Linien).

Swap-Sätze bestätigen die Entwicklung

Auch die zehnjährigen Yen-Swap-Sätze sind in die Höhe geschnellt, womit sich ihre enge Bindung an die Renditen japanischer Bonds gelöst hat. Mit über 0,50 Prozent liegen die Swapsätze weit über der Marke von 0,25 Prozent, bei der die BoJ die Bondrenditen deckeln will. Dies signalisiert die Einschätzung internationaler Händler, dass Renditeanstiege und ein Politikwechsel der Notenbank in Tokio unvermeidlich sind. 

Bluebay sieht gutes Chancen-/Risikoverhältnis
Es gibt “kaum Risiken, wenn man über Futures oder Yen-Swaps japanische Staatsanleihen leer verkauft”, so Dowding. “Die Steuerung der Renditekurve ist so angelegt, dass die BoJ umso stärker lockern und die Bilanz umso mehr ausweiten muss, je mehr die Fed die Zinsen anhebt. Das ist es, was sie unhaltbar macht.”

Bislang verteidigt Japans Notenbank ihr Renditeziel. Am Dienstag hat sie die geplanten Ankäufe von fünf- bis zehnjährigen Schuldtiteln auf 800 Milliarden Yen (5,7 Milliarden Euro) erhöht. Sie kündigte zudem den außerplanmäßigen Kauf längerfristiger Anleihen an, nachdem die Rendite 30-jähriger Laufzeiten auf 1,28 Prozent gestiegen war – der höchsten Wert seit 2016. “Aus unserer Sicht wird die BoJ an einem gewissen Punkt gezwungen sein, das Handtuch zu werfen”, erklärte BlueBay-Portfoliomanager Russel Matthews im Interview mit Bloomberg-TV.

Immer höhere Geldmenge bringt Währung unter Druck
Der Yen stürzte am Montag auf ein 24-Jahres-Tief ab. Für einen Dollar mussten zeitweise 135,19 Yen gezahlt werden. BlueBay begann nach Dowdings Angaben mit Leerverkäufen japanischer Staatsanleihen, als der Yen vor einigen Wochen in die Nähe der Marke von 130 rutschte. (aa)

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