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Spängler IQAM Invest reduziert erneut Aktienquote

Die österreichische Quant-Boutique hat den Aktienanteil in ihren gemischten Mandaten erneut gesenkt. Das hat gleich mehrere Gründe.

Dr. Thomas Steinberger, CIO, Geschäftsführer und Mitglied der Wissenschaftlichen Leitung von Spängler IQAM Invest
Dr. Thomas Steinberger, Anlagechef (CIO) von Spängler IQAM Invest
© Spängler IQAM Invest

Niedrige Ertragserwartungen und erhöhte Volatilität an den Finanzmärkten veranlassen Spängler IQAM Invest zu nochmaliger Senkung der Aktienquote in gemischten Mandaten. Spängler IQAM Invest hat bereits seit Anfang Juli die Aktienquote in den gemischten Mandaten gegenüber der strategischen Allokation erneut spürbar untergewichtet und Unternehmensanleihen sowie Emerging Market-Anleihen in Hartwährung favorisiert. „Mit der aktuellen taktischen Asset Allocation für August wurde diese Positionierung noch verstärkt. In Absolute Return- und Wertsicherungs-Mandaten werden zusätzlich Geldmarktpositionen im Hinblick auf die Absicherung der bisher überraschend starken YTD-Performance aufgebaut“, so Dr. Thomas Steinberger, CIO, Geschäftsführer und Mitglied der Wissenschaftlichen Leitung von Spängler IQAM Invest.

Steigende Konjunkturrisiken für Eurozone und USA
Der Hintergrund dieser defensiven Allokation sind die negative Entwicklung der verarbeitenden Industrie, der Investitionen und der Exporte in vielen Ländern seit dem Beginn des Handelskonflikts und die dadurch steigenden Konjunkturrisiken für die Gesamtwirtschaft in der Eurozone und den USA.

Obwohl die Zentralbanken ihren gesamten Spielraum in der Geldpolitik ausnutzen, ist nicht auszuschließen, dass sich die negative Stimmung in der Industrie auf den Konsumsektor und den Arbeitsmarkt überträgt und dadurch rezessive Entwicklungen in der Gesamtwirtschaft ausgelöst werden. „Es ist auch zu berücksichtigen, dass der erfolgte Schwenk in der Notenbankpolitik bereits seit Jahresbeginn sowohl den Anleihe- als auch den Aktienmärkten viel Unterstützung gebracht hat. Wir sind daher skeptisch, dass es auch im zweiten Halbjahr gelingt, die Finanzmärkte durch die Ankündigung weiterer geldpolitischer Maßnahmen zu beflügeln“, sagt Steinberger.

Weitere Zinssenkungen hätten negative Nachfrageeffekte in Europa
Vor allem in Europa ist man mit dem aktuellen Zinsniveau auch bereits sehr nahe an der „reversal rate“, also jenem Niveau der Geldmarktzinsen ab dem weitere Zinssenkungen negative Nachfrageeffekte haben.

Sollten hier rezessive Tendenzen auch im Konsum- und Dienstleistungssektor eintreten, dann wird es nur durch die Auflösung der handelspolitischen Konflikte oder aktive fiskalpolitische Gegenmaßnahmen wie Steuersenkungen oder zusätzliche staatliche Investitionen gelingen, diesen signifikant entgegenzuwirken.

„In den USA ist der Aktionsradius der Notenbank noch etwas größer und die konjunkturelle Dynamik stärker, doch selbst in den USA liegt die Wahrscheinlichkeit einer Rezession in den nächsten ein bis zwei Jahren aus unserer Sicht bei über 30 Prozent“, so Steinberger.

Spängler IQAM Invest geht daher von einer längeren Periode niedriger Ertragserwartungen und höherer Volatilität für die Finanzmärkte aus und reduziert mittelfristig das Risiko in ihren gemischten Mandaten. (aa)

 

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