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Spängler IQAM Invest: Diese Marktsegmente sind nun wieder kaufenswert

Der österreichische Asset Manager stellte anlässlich seines in Wien gehaltenen Marktausblicks jene Marktsegmente vor, die nach den Kursrücksetzern der letzten Zeit nun wieder ein vorteilhaftes Chancen-/Risikoprofil aufweisen.

Dr. Thomas Steinberger
Dr. Thomas Steinberger, Chefanlagestratege von Spängler IQAM Invest, erklärte im Rahmen eines Marktausblicks, welche Chancen und Risiken kommendes Jahr bestehen. Die Highlights der gehaltenen Präsentation, insbesondere die Vorstellung von vier Markt-Szenarien, finden Sie auf den folgenden Seiten.
 
© IQAM Invest

„Die aktuelle Marktvolatilität ist getrieben durch Konjunkturrisiken aus dem USA-China-Konflikt und das negative Marktsignal einer invertierten US-Zinskurve“, erklärte Dr. Thomas Steinberger, Chefanlagestratege (CIO) und Geschäftsführer von Spängler IQAM Invest, am Beginn seines Marktausblicks auf das Jahr 2019 vor Journalisten in Wien.

Der österreichische Asset Manager ist für die weitere Aktienentwicklung grosso modo optimistisch gestimmt. Die USA sollten wie so oft in der Vergangenheit auch in den Jahren 2019 und 2020 als größte „Konjunkturlokomotive“ der Welt die anderen Wirtschaftsräume mitziehen oder bei diesen Ökonomien durch „Spill Over“-Effekte zumindest eine stärkere Konjunktureintrübung vermeiden. „Einem starken Wachstum in den USA steht im kommenden Jahr eine erwartete Abschwächung in China und einer schwachen Nachfrage in Europa gegenüber“, prognostizierte Steinberger vor dem Hintergrund des Handelskonflikts und des drohenden Brexits.

Um die chinesische Wirtschaft müssten sich Investoren keine großen Sorgen machen. Laut Steinberger hätte China gegenüber dem Westen als kommunistische Diktatur den Vorteil, über wesentlich mehr Tools zur Stimulierung der eigenen Wirtschaft zu verfügen.

Fed wird bald wieder „dovisher“
Der enge Arbeitsmarkt führt zu steigender Lohninflation in den USA, stabile Rohstoffpreise und der starke US-Dollar verringern aber den Druck auf die Fed die Zinsen auch 2019 weiter zu erhöhen. Die US-Staatsanleiherenditen sollten sich im kommenden Jahr bei rund drei Prozent stabilisieren, prognostiziert Steinberger. Er erwartet, dass die Fed nach dem avisierten Zinsschritt im Dezember kommendes Jahr vorerst die Auswirkungen ihrer Geldpolitik abwarten werde, bevor sie überlegt, weitere Schritte zu setzen.

EZB muss viel tolerieren
Die EZB hingegen wird bei der Normalisierung der Geldpolitik nur langsam Fortschritte machen und temporär wohl auch Inflationsraten über dem Notenbankziel tolerieren. Spängler IQAM Invest erwartet, dass der Euro-Wechselkurs voraussichtlich nach wie vor unter Druck bleiben wird, und es in den Risikoszenarien sogar ein weiteres Aufwärtspotenzial für US-Dollar und Japanischen Yen geben könnte. „In Europa und Japan ist es bis zur Normalisierung der Zinssätze noch ein weiter Weg“, so Steinberger.

Italien spürt die Peitsche des Marktes
Der Konflikt um die Fiskalpolitik zwischen Italien und der EU-Kommission wird sich tendenziell zuspitzen. „US-Ratingagenturen könnten jederzeit eine Staatsinsolvenz Italiens auslösen“, so Steinberger vor dem Hintergrund, dass Italien nur ein bis zwei „Notches“ vor dem Downgrade in den „High Yield“-Bonitäts-Bereich steht (siehe Grafik in der Bildergalerie).

Die aktuelle Konjunkturdynamik in Italien ist besonders schwach, jedoch gibt es kaum Spielraum für wirtschaftspolitische Gegenmaßnahmen. Eine Hoffnung bleibt: Zuletzt haben sich die Industrieproduktionszahlen in der Eurozone auf tiefem Niveau wieder stabilisiert.

Aktien und EMD attraktiv
Die erwartete reale Rendite ausfallsrisikoloser Staatsanleihen im Euro ist weiterhin klar negativ. Ein Großteil der US-Dollar-Anleihen verspricht im Gegensatz dazu mittelfristig ein attraktives Rendite-Risiko-Verhältnis. Auch Renditen für Emerging Market-Bonds erscheinen aktuell sowohl in Hart- als auch Lokalwährung wieder attraktiv mit Renditen zwischen von und sechs Prozent auf Indexebene.

Die Aktienmärkte seien laut Steinberger nach der Korrektur im Oktober wieder attraktiver gepreist, vor allem europäische und Emerging Markets-Aktien scheinen attraktiv. „Rohstoffpreise sind im historischen Vergleich niedrig und haben bei negativen Konjunkturentwicklungen weiteres Potenzial für Preisrückgänge“, so die Prognose von Steinberger.

Was über- und untergewichten?
„Die Assetklasse Aktien sollte im Jahr 2019 mit Fokus auf Europa und Schwellenländer moderat übergewichtet werden. Das US-Gewicht sollte neutral gehalten werden“, so die Empfehlung von Prof. Josef Zechner, Mitglied der Wissenschaftlichen Leitung bei Spängler IQAM Invest.

EUR- und USD-Zinssätze werden 2019 voraussichtlich leicht ansteigen, der EUR/USD-Wechselkurs weitgehend stabil bleiben. Die Duration bei Euro-Staatsanleihen sollte daher relativ niedrig gehalten werden. „Emerging Markets-Staatsanleihen in Hart- und Lokalwährung bieten sehr gute Renditen und sollten daher übergewichtet werden“, meint Zechner. Unternehmensanleihen sind zwar wieder attraktiver geworden, 2019 aber durch rückläufige Liquidität auf den Märkten weiter belastet.

Die interessantesten Charts und Grafiken des Jahresausblicks haben wir für Sie in einer Bildergalerie oben zusammengestellt. (aa)

 

Veranstaltungshinweis: 
Spängler IQAM Invest hält am 12. Institutional Money Kongress, der von 26. bis 27. Februar 2019 im Frankfurter Congress Center stattfindet, einen Workshop zum Thema Faktor Investing respektive über die Gefahr von entsprechenden ETFs. Eine Kongress-Anmeldung ist u.a. HIER möglich.

 

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