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SpaceX startet in den Bondmarkt und begibt IG-Anleihen

SpaceX begibt erstmals Investment-Grade-Anleihen und will damit mindestens 20 Milliarden Dollar einnehmen. Die Emission gilt als Auftakt für weitere Bonde-Emissionen zur Finanzierung der KI-Ambitionen des Konzerns – das kurz nach dem Rekord-Börsengang über 75 Milliarden Dollar.

Der SpaceX-Schriftzug auf dem Screen der Nasdaq MarketSite in New York, aufgenommen nach dem Börsengang des Konzerns am 12 Juni. Keine 2 Wochen später wurde die erste Anleihenemission lanciert.
Der SpaceX-Schriftzug auf dem Screen der Nasdaq MarketSite in New York, aufgenommen nach dem Börsengang des Konzerns am 12 Juni. Keine 2 Wochen später wurde die erste Anleihenemission lanciert.© Victor J. Blue / Bloomberg

ECKPUNKTE:

  • SpaceX begibt erstmals unbesicherte Investment-Grade-Anleihen und strebt mindestens 20 Milliarden Dollar an.
  • Erlös refinanziert einen Brückenkredit, der den Großteil der langfristigen Schulden von 29,1 Milliarden Dollar ausmacht
  • Alle drei großen Ratingagenturen stuften SpaceX im BBB-Bereich ein

SpaceX begibt erstmals Investment-Grade-Anleihen und will damit mindestens 20 Milliarden US-Dollar einnehmen. Die Emission markiert den Auftakt einer breiter angelegten Finanzierungsrunde, mit der Elon Musks Raketen-, Satelliten- und KI-Konzern seine Vorhaben im Bereich künstlicher Intelligenz finanzieren will – das keine zwei Wochen nach dem Rekord-IPO über 75 Milliarden US-Dollar.

Mit der Begebung unbesicherter vorrangiger Schuldverschreibungen betritt SpaceX einen Markt, den das Unternehmen bislang gemieden hat. Platziert würden die Notes „vorbehaltlich der Marktbedingungen und anderer Faktoren“, heißt es in einer Unternehmensmitteilung. Sie stehen im Rang gleichauf mit allen bestehenden und künftigen nicht nachrangigen Schulden.

Mindestens 20 Milliarden Dollar
Der Erlös wird für die Refinanzierung eines bereits bestehenden Kredits verwendet – eine Fazilität, die den Großteil der langfristigen Verschuldung von 29,1 Milliarden Dollar ausmacht. Mit der Organisation der Investorengespräche, die am Montag beginnen sollten, wurden Bank of America, Citigroup, Goldman Sachs, JPMorgan Chase und Morgan Stanley betraut – jene Institute, die zuvor schon die Brückenfinanzierung bereitgestellt hatten. Das geht aus Informationen einer mit der Angelegenheit vertrauten Person hervor, die nicht namentlich genannt werden wollte.

Drei Stufen über Junk
Den Weg zu günstigeren Konditionen ebnete die Bonitätsbewertung der drei großen Ratingagenturen, die SpaceX vergangene Woche jeweils im BBB-Bereich einstuften. Moody's und Fitch vergaben Baa1 beziehungsweise BBB+ und damit drei Stufen über dem spekulativen Bereich, während S&P Global mit BBB eine Stufe darunter ansetzte. Auf dieser soliden Investment-Grade-Bonität lassen sich die weiteren geplanten Anleihen deutlich günstiger platzieren, als es für einen jungen, kapitalintensiven Technologiewert sonst zu erwarten wäre. (hw/bloomberg)

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