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S&P sieht keinen Covid-Deckungszwang nach Warnung von Munich Re

Nach der Warnung von Munich Re und Allianz vor staatlichem Druck, Covid-Risiken entgegen vertraglicher Vereinbarungen abdecken zu müssen, hat S&P das Risiko für eine solche Entwicklung in Europa als gering bezeichnet.

So gehen Fondsanbieter mit der Corona-Krise um
© agrarmotive / stock.adobe.com

Pandemien seien in den meisten Policen für Geschäftsunterbrechungen ausgeschlossen, schrieb die Ratingagentur am Montag in einem Bericht, aus dem Blomberg News zitiert. In der Region Europa, Naher Osten und Afrika “sehen wir ein begrenztes Risiko dafür, dass die Behörden rückwirkend gesetzliche Veränderungen an diesen Vereinbarungen vornehmen werden”. Gleichzeitig wies S&P darauf hin, dass es in Fällen mit ungenauen Formulierungen sowohl regulatorischen als auch rechtlichen Druck geben könnte, Forderungen auszuzahlen.

Allianz hatte es abgelehnt, für nicht-versicherte Schäden aus der Coronakrise auf breiterer Basis aufzukommen. Das Unternehmen könne “keinen Versicherungsschutz leisten, für den keine Prämie bezahlt wurde”, sagt Vorstandschef Oliver Bäte jüngst auf der Hauptversammlung. “Das würde unserer Branche den Boden unter den Füßen wegziehen.”

Munich-Re-Chef Joachim Wenning hatte zuvor in dieselbe Richtung argumentiert. “Retroaktiver Eingriff in Verträge ist mit rechtsstaatlichen Prinzipien unvereinbar”, sagte er. So etwas würde das Fundament von Versicherungen beschädigen. Munich Re verlasse sich darauf, dass die Politik diese Grundlagen nicht infrage stelle. (kb)

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