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So will die EU bald gemeinsame Bonds über 800 Milliarden Euro begeben

Die Europäische Union hat die Blaupause für das bisher größte gemeinsame Schuldenprojekt der 27 Mitgliedsländer fertiggestellt. Der Entwurf des Fahrplans zu 806 Milliarden Euro gemeinsamer Anleihen liegt nun vor.

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© Katarzyna / stock.adobe.com

Wie es mit bei den gemeinsamen EU-Bonds weitergeht, ist nun etwas klarer geworden. Zur Erinnerung: Die Mittel sind bestimmt für die “NextGenerationEU” genannten Coronahilfen, die über fünf Jahre laufen soll. Die ersten Schuldverschreibungen sollen ab Juni begeben werden, wie es in dem Plan heißt, der "Bloomberg News" vorliegt. Ab September sollen Anleihen und Kurzläufer über eine neue Plattform und ein Netz von Primärhändlern begeben werden. Ein Drittel der Gesamtsumme wird aus grünen Bonds bestehen, für die ein eigenes Regelwerk aufgestellt wird.

“Die Kommission muss Finanzierungsoperationen von bis zu 150 bis 200 Milliarden Euro pro Jahr im Zeitraum bis Ende 2026 ausführen”, heißt es in dem Dokument, das Mitte diese Woche präsentiert werden soll. “Bis Juni 2021 wird die Kommission bereit sein, mit der Mobilisierung dieser Mittel zu beginnen.”

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Das Dokument unterstreicht den ehrgeizigen Plan der EU, die damit erstmals selbst als Akteur auf den Bondmärkten auftritt. Damit könnte sie auf längere Sicht eine Alternative zu US-Treasuries als sicheres Anlageprodukt schaffen. Wenn es nach den Wünschen Brüssels geht, könnte es auch der europäischen Integration und der gemeinsamen Währung neuen Schub geben.

Die geplanten Anleihen werden Laufzeiten von drei bis 30 Jahren haben und regelmäßig begeben werden. Laut dem Plan sollen zudem auch Kurzläufer ausgegeben werden, was als Möglichkeit zur schnellen Geldbeschaffung gesehen wird, vor allem in der Anfangsphase.

Investoren dürften die Anleihen gut annehmen, geht man nach der Rekordnachfrage für Vorläufer wie die Sozialanleihen, mit denen seit vergangenem Jahr das EU-Beschäftigungsprogramm finanziert wird. Die EU wird mit dem Programm erstmals Bond-Auktionen abhalten sowie Syndizierungen über Banken. Die neue Plattform wird von einer europäischen Notenbank bereitgestellt, die laut dem Dokument bereits von einem der “großen staatlichen Emittenten” genutzt wird. (aa)

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