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So verhielten sich Staatsanleihen im Monat Januar 2020

In einem von Notenbankentscheidungen und wichtigen politischen Ereignissen geprägten Monat gingen im Januar die Renditen der zehnjährigen Staatsanleihen in allen Märkten zurück, berichtet Tradeweb.

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© styleuneed / Fotolia

Die größte Bewegung war bei der Rendite der zehnjährigen australischen Staatsanleihe zu verzeichnen, die um 48,5 Basispunkte nachgab und den Berichtsmonat bei 0,91 Prozent beendete. Trotz der volkswirtschaftlichen Schäden aufgrund der verheerenden Buschbrände im Land beließ die australische Notenbank den Leitzins bei 0,75 Prozent, nachdem sie diesen im vergangenen Jahr dreimal gesenkt hatte.

Kanada
Die Rendite der zehnjährigen kanadischen Staatsanleihe verzeichnete den zweitgrößten Rückgang und beendete den Monat fast 43 Basispunkte tiefer bei 1,27 Prozent. Die Bank of Canada hielt an ihrem bereits seit Oktober 2018 bestehenden Ziel von 1,75 Prozent für den Tagesgeldsatz fest. Die Notenbank verwies darauf, dass sich zwar die Geschäftsinvestitionen im dritten Quartal 2019 „stark“ entwickelten, jedoch aufgrund der „unerwartet schwachen“ Entwicklung des Verbrauchervertrauens und der Konsumausgaben weniger Arbeitnehmer eingestellt wurden. Sie hat zudem ihre Wachstumsprognose für das vierte Quartal auf eine Jahresrate von 0,3 Prozent gesenkt, erwartet aber im kommenden Jahr einen Anstieg der Wirtschaftsleistung um 1,6 Prozent.

Auch in Europa gab es erhebliche Bewegungen
So ging die Rendite der zehnjährigen italienischen Staatsanleihe um 39 Basispunkte zurück und schloss den Monat bei 0,92 Prozent, während ihr französisches Pendant um 30 Basispunkte auf -0,18 Prozent fiel. Derweil büßte die zehnjährige deutsche Bundesanleihe 29 Basispunkte ein und beendete den Berichtsmonat bei -0,47 Prozent. EZB-Präsidentin Christine Lagarde beließ die Geldpolitik auf der Januar-Sitzung unverändert und gab bekannt, dass die Negativzinsen noch eine Zeit lang bestehen bleiben würden. Der Einlagenzinssatz liegt derzeit bei -0,5 Prozent.

USA
In den USA fiel die Rendite der zehnjährigen Treasury im Januar um 39 Basispunkte auf 1,52 Prozent. Die Federal Reserve hielt an ihrer Zielbandbreite für den Leitzins von 1,50 bis 1,75 Prozent fest, wobei Fed-Präsident Jerome Powell auf ein stabileres Wirtschaftswachstum sowie die nachlassenden handelspolitischen Unsicherheiten verwies. In seiner Stellungnahme signalisierte er zwar keine unmittelbare Änderung bei den Staatsanleihekäufen der US-Notenbank, die sich derzeit auf 60 Milliarden US-Dollar pro Monat belaufen, sagte jedoch, dass diese im späteren Jahresverlauf zurückgefahren würden.

UK und Japan
Indessen fiel die Rendite der zehnjährigen britischen Staatsanleihe (Gilt) um 30 Basispunkte auf 0,52 Prozent, während sich das Land auf den Austritt aus der Europäischen Union am 31. Januar vorbereitete. Unklarheit herrscht weiterhin über ein mögliches Handelsabkommen mit der EU sowie den künftigen Zugang zum EU-Finanzmarkt. Den geringsten Rückgang im zehnjährigen Segment verzeichnete die japanische Staatsanleihe, deren Rendite um vier Basispunkte nachgab und den Berichtsmonat bei -0,07 Prozent schloss. Die Bank of Japan beließ ihre Zielmarken für den Leitzins und das Anleihekaufprogramm unverändert, hob jedoch ihre Wachstumsprognose an. (kb)

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