So startete Subordinated Debt in das neue Anlagejahr
Der Co-Head of Fixed Income und der Head of Financial and Subordinated Debt von Crédit Mutuel Asset Management rekapitulieren die wichtigsten Entwicklungen bei CoCo-Bonds, Insurance Bonds und Corporate Hybrids im Monat Januar.

Eckpunkte:
- Eine hohe Investorennachfrage sorgte für steigende Kurse
- Investoren sind bei Neuemissionen weiterhin diszipliniert, kaufen nicht alles
Nachrangige Schuldtitel starteten fulminant ins Jahr. Die Marktdynamik spiegelte das Muster von 2025 wider. "Sehen wir hier eine Wiederholung derselben Faktoren? Nämlich eine starke Nachfrage auf dem Kreditmarkt, insbesondere nach Anlagen mit hohem Beta wie nachrangigen Schuldtiteln, ein Primärmarkt, der Chancen zu relativ günstigen Kosten und mit hoher Überzeichnung bietet, eine Verengung der Spreads in einer Kompressionsdynamik, die mit den beiden Vorjahren vergleichbar ist, sowie gemäßigter Optimismus trotz der geopolitischen Turbulenzen und der hohen Relativbewertungen", diesen Fragestellungen gehen Paul Gurzal, Co-Head of Fixed Income und Jérémie Boudinet, Head of Financial and Subordinated Debt, Crédit Mutuel Asset Management, in einer aktuellen Kurzanalyse nach.
Starker Jahresauftakt
Die iBoxx €-Indizes entwickelten sich im Monatsverlauf sehr gut: CoCos legten um 1,4 Prozent zu, Versicherungs-Tier-2-Anleihen um 1,0 Prozent und Unternehmenshybridanleihen um 0,8 Prozent und übertrafen damit das liquide High-Yield-Segment (+0,5 %).
Die CoCo-Spreads spiegeln diese wiedergewonnene Risikobereitschaft wider und lagen zum Monatsende bei 245 Basispunkten (OAS gegenüber Staatsanleihen), was einer Verengung um 19 Basispunkte entspricht.
Der Primärmarkt sendet laut Gurzal und Boudinet beruhigende Signale: Die Anleger sind nicht bereit, übermäßige Euphorie zu tolerieren. Generell lasse sich beobachten, dass Invetoren angesichts der in den letzten Monaten zunehmend steiler werdenden Zinskurven eine stärkere Präferenz für Duration zeigen. Konkret wurden einige unbefristete Anleihen, die als eng angesehen wurden, weniger stark nachgefragt. Zum Beispiel die UniCredit mit einem AT1 mit einem Kupon von 5,8 Prozent - was das endgültige Orderbuch erheblich verkleinerte und dazu führte, dass das Wertpapier nach seiner Emission auf dem Sekundärmarkt eine unterdurchschnittliche Performance erzielte.
"Andere hingegen konnten einen kleinen Aufschlag gegenüber dem Sekundärmarkt erzielen und sorgten so für einen reibungslosen Verlauf in den folgenden Handelstagen (z. B. Unipol Assicurazioni in RT1 6 % und Raiffeisen Bank International in AT1 6,2 %)", berichten Gurzal und Boudinet.
Bessere Bilanzen
Der Januar endete mit dem Beginn der Berichtssaison für Europas Finanzunternehmen. Die Aussichten für den europäischen Bankensektor waren hinsichtlich der Kreditkennzahlen relativ gemäßigt. So verbesserten sich beispielsweise die Bilanzen spanischer Banken weiter. (aa)

