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So sieht die CalPERS Anlagerendite für das Geschäftsjahr 2022-23 aus

Der kalifornische Riesen-Pensionsfonds der öffentlich Bediensteten CalPERS (California Public Employees' Retirement System) meldete eine vorläufige Nettorendite von 5,8 Prozent auf seine Anlagen für den Zwölf-Monats-Zeitraum bis zum 30. Juni 2023, teilten die Führungskräfte des Pensionsfonds mit.

Marcie Frost, CEO von CalPERS
Marcie Frost, CEO von CalPERS© CalPERS

Die Assets von CalPERS, dem vielbeachteten Pensionsfonds der öffentlich Bediensteten von Kalifornien, beliefen sich zur Jahresmitte 2023 auf 462,8 Milliarden US-Dollar. „Trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen, mit denen institutionelle Anleger immer noch konfrontiert sind, konnten wir uns weiterhin auf die Erfüllung der langfristigen Rentenversprechen gegenüber unseren Mitgliedern und ihren Familien konzentrieren“, sagte Marcie Frost, CEO von CalPERS.

Deutlich unterdeckt
Die vorläufige Nettoanlagerendite von 5,8 Prozent steht im Gegensatz zum vorangegangenen Geschäftsjahr, als die globale Finanzvolatilität zum ersten negativen Nettoertrag des Fonds seit der Großen Rezession führte. Unter Berücksichtigung des Rechnungszinses von CalPERS von 6,8 Prozent – vergleichbar mit einer angenommenen jährlichen Rendite – und der vorläufigen Rendite 2022–23 von 5,8 Prozent liegt der geschätzte Deckungsgrad nun bei 72 Prozent.

Gelistete Aktien Top-Performer
Im neuen Anlagebericht übertrafen gelistete Aktien alle anderen Anlageklassen mit einer geschätzten Rendite von 14,1 Prozent im Geschäftsjahr 2022–23. Diese Vermögenswerte machen etwa 45 Prozent des Gesamtfonds aus. „Die Widerstandsfähigkeit des Aktienmarktes – insbesondere seit Beginn des Kalenderjahres – hat eine solide Basis für das Investmentteam geschaffen, um in den kommenden Jahren innovative Ansätze umzusetzen, um unseren Mitgliedern einen Mehrwert zu bieten“, sagte Nicole Musicco, Chief Investment Officer von CalPERS.

Private Debt, letztes Jahr als eigene Anlageklasse etabliert, übertraf die Benchmark und verzeichnete eine vorläufige Anlagerendite von 6,5 Prozent.

Negative Renditen bei Real Assets und Private Equity
Die zweitgrößte Komponente des Total Fund, die festverzinslichen Vermögenswerte, schloss das Geschäftsjahr unverändert ab. Und zwei Anlageklassen – Private Equity und Immobilien – meldeten eine negative Rendite.

Ein-Jahres-Renditen im Assetklassenvergleich

*Die Bewertungen von Vermögenswerten auf dem Privatmarkt liegen ein Quartal zurück und beziehen sich somit auf den 31. März 2023.

Das langfristige Renditebild
Während die Anlagerenditen eines einzelnen Jahres ein wichtiger Indikator sind, bieten langfristige Renditequoten einen umfassenderen Einblick in die Bemühungen, die zukünftigen Bedürfnisse von Rentnern im öffentlichen Dienst zu sichern. Die Gesamtrendite des Fonds lag für den Fünfjahreszeitraum bis zum 30. Juni 2023 bei 6,1 Prozent, für den Zehnjahreszeitraum bei 7,1 Prozent, für den 20-Jahreszeitraum bei 7,0 Prozent und für den 30-Jahreszeitraum bei 7,5 Prozent.

Vorläufige Werte
Die vorläufige Nettorendite ist eine frühe Momentaufnahme des CalPERS-Portfolios. Die offizielle Gesamtleistung des Fonds wird in den nächsten Monaten einer zusätzlichen Überprüfung durch externe Experten sowie durch CalPERS-Investment- und Finanzbeamte unterzogen.

Assets zum 30. Juni 2023
Der Endwert des Public Employees’ Retirement Fund (PERF) für das Geschäftsjahr 2022–23 wird auf weiteren Faktoren basieren, die über die Anlagerenditen hinausgehen, darunter Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge, monatliche Zahlungen an Rentner und verschiedene Investitionskosten.

Die endgültigen Renditen des Geschäftsjahres 2022-23 werden dazu verwendet, um die Beitragshöhen für den Bundesstaat Kalifornien und die Schulbezirke im Geschäftsjahr 2024–25 sowie für Vertragsbezirke, Städte und Sonderbezirke im Geschäftsjahr 2025–26 festzulegen. (kb)

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