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So positioniert sich der milliardenschwere AXA IM-Fondsmanager S. Lad

Sailesh Lad, Senior Portfoliomanager bei AXA IM, präsentierte vor professionellen Marktteilnehmern seine Einschätzungen zu Schwellenländeranleihen und erklärte, wo er gute Einstiegschancen ortet. Vor allem der Ausverkauf in Russland bot Lad eine willkommene Einstiegschance.

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Sailesh Lad, Senior Portfoliomanager des Schwellenländeranleihenfonds AXA WF Emerging Markets Short Duration Bonds und des AXA WF Global Emerging Markets Bonds
© AXA IM

„Das starke Wirtschaftswachstum in den Emerging Markets mit noch immer moderater Inflation spricht weiterhin für ein Investment in diesen Ländern“, erklärte AXA Investment Managers‘ Sailesh Lad, Senior Portfoliomanager des rund 1,6 Milliarden Euro schweren Schwellenländeranleihenfonds AXA WF Emerging Markets Short Duration Bonds und des 120 Millionen Euro schweren AXA WF Global Emerging Markets Bonds vor Investoren in Wien. Für Emerging Market Debt spricht darüber hinaus das in diesen Nationen noch immer höhere Wirtschaftswachstum als in den OECD-Ländern. Risikofaktoren sind eine restriktivere Geldpolitik in den USA, bestehend einerseits aus höheren Leitzinsen, andererseits aus dem laufenden Liquiditätsentzug durch „Quantitative Easing“.

Zwiespältiges Bild
Auf der Bewertungsseite fällt das Bild für Emerging Market Debt uneinheitlich aus. Die Renditen von Schwellenländeranleihen gegenüber vergleichbaren OECD-Rentenindizes waren zuletzt extrem niedrig. So rentiert der JP Morgan CEMBI Broad Investment Grade Index mit ca. vier Prozent auf vergleichbaren Niveau wie der JP Morgan US Liquid Index. Das ist aber noch immer mehr als der JP Morgan Euro Credit Index, der um die ein Prozent rentiert. Aber auch im High Yield Bond Bereich bringt EMD keine nennenswerten Renditevorteil gegenüber US High Yield Bonds – wohl aber gegenüber Euroland-High Yield Bonds (Siehe die zwei Grafiken oben).

Bessere Bonitäten sorgen für Rückenwind
Diese Spread-Verengungen sind Ergebnis jener Käufe, bei denen Investoren auf Rating-Verbesserungen im Bereich Emerging Market Debt spekulierten. Dieser Trend hält an: Seit Mitte 2017 gibt es seit vielen Jahren endlich wieder mehr Upgrades statt Downgrades (siehe Grafik oben).

Dafür verantwortlich sind eine abnehmende Verschuldung vieler Schwellenländerunternehmen und eine darauf basierende, sehr niedrige Ausfallsrate, die 2018 selbst im HY-Bond-Segment lediglich zwei Prozent betragen soll.

Papiere liegen in ruhigen Händen
Laut Lad seien die nunmehr engagierten EMD-Investoren im Vergleich zur Vergangenheit vielfach kein „Hot Money“, sondern „ruhige Hände“, die Langfrist-Positionen eingegangen sind und auch zukünftige Kurskorrekturen ohne übereilte Verkäufe gelassen aussitzen würden. Darüber hinaus hätten diese Großanleger auch mehr Vertrauen in die heutigen Emittenten, weil sie schon seit vielen Jahren deren Emissionen beobachten und kaufen.

Opportunitäten gibt es immer
Zurück zur bereit ambitionierten Bewertung von Emerging Market Debt: Gerade angesichts niedriger Risikoaufschläge sei laut Einschätzung Lads ein aktiver agierender, Benchmark-agnostischer Fondsmanager wie er gefragt, der die richtigen Einzelwerte kauft um von individuellen Kurstreibern zu profitieren: „Auch wenn die Spreads bereits sehr eng sind, findet man noch immer Opportunitäten.“

Viele aussichtsreiche Staats- und Unternehmensanleihen fand Lad zuletzt in Ländern wie Mexiko, Ukraine, Russland und Nigeria, während er Länder wie Türkei, Kolumbien, Ägypten und Rumänien im Verhältnis zum „Vergleichsindex“ JP Morgan EMBI Global Diversified untergewichtete. Aufgrund der von der USA gegenüber einzelnen russischen Oligarchen verhängten Sanktionen kam es bei vielen russischen Anleihen – auch bei Emittenten, denen keine Sanktionen drohte- zu Verkaufsdruck, den Lad als willkommene Einstiegschance nutzte. „Russland ist eine Kaufgelegenheit“. Bei Brasilien hingegen hat er zuletzt Risiken reduziert. (aa)

Die interessantesten Grafiken von Lads Präsentation finden Sie oben in einer kleinen Bilderstrecke.

 

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