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So kommentieren Marktteilnehmer die derzeitige EZB-Strategie

Das Zeitalter der Minizinsen wird so bald nicht enden – zumindest nicht in Europa. Auch auf ihrer jüngsten Sitzung beließ die Europäische Zentralbank (EZB) alles beim Alten. Wir fassen zusammen, wie Professionals diverser Gesellschaften die aktuelle Lage einschätzen.

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Alexander Krüger, Chefvolkswirt beim Bankhaus Lampe:
"Die EZB hat für ihre Sitzung im Juni keine Vorbereitungen getroffen, um ein Enddatum für die Wertpapierkäufe zu benennen. Sie wird beim Ausstieg sehr behutsam vorgehen. Ein Ende der Käufe bereits im September ist daher wenig wahrscheinlich."
© Bankhaus Lampe

Nichtstun ist auch eine Strategie. So oder ähnlich scheint der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) zu denken. Anders als vor Kurzem die amerikanischen Kollegen der Fed, entschieden die europäischen Währungshüter in ihrer Sitzung vom 26. April, den Leitzins auf dem Rekordtief von null Prozent zu belassen.

Als Begründung nennen Beobachter die wachsenden Sorgen der Zentralbanker vor einer Eskalation des Handelskonflikts zwischen den Vereinigten Staaten und China, in den die EU-Mitgliedsländer zunehmend verwickelt werden könnten. "Wenn wir eine Anhebung der Zölle haben, eine Zunahme des Protektionismus, könnte es direkte Auswirkungen geben”, räumte EZB-Präsident Mario Draghi auf der Pressekonferenz ein. Ein weiteres Nachlassen des europaweiten Konjunkturaufschwungs nach den zuletzt mauen Wirtschaftsdaten und trüben Frühindikatoren schiebt raschen Zinserhöhungen einen Riegel vor.

"Wir müssen zunächst analysieren, ob die jüngste Abschwächung wichtiger Wachstumsfaktoren der Beginn eines Abschwungs ist oder ob es sich nur um eine Normalisierung nach einem langen Boom handelt", so Draghi. Auch von der Inflationsseite her sieht der EZB-Obere null Handlungsbedarf.


Wie Anlagestrategen, Fondsmanager und Ökonomen bei Banken, Versicherern und Asset Managern den Zins-(Nicht-)Entscheid einordnen erfahren Sie in der der Fotostrecke oben(ps)

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