So kam Deutschlands größte Pensionskasse durch das letzte Anlagejahr
Der BVV aus Berlin navigierte trotz des herausfordernden Marktumfelds stabil durch das Anlagejahr 2025 und erzielte einen ausreichend hohen Jahresüberschuss, um die Verlustrücklage mit einem Millionen-Euro-Betrag dotieren zu können.

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Eckpunkte:
- Gesamtüberschuss von 68 Millionen Euro
- Beitragswachstum auf 702 Millionen. Euro
- Eigenkapitalquote mit 7,3 Prozent stabil
- Sozialpartnermodell und bAV mit politischem Rückenwind
- Investitionen in Modernisierung und Digitalisierung
Die Verantwortlichen des BVV können zufrieden auf das Anlagejahr 2025 zurückblicken. In Folge haben die Delegierten auf den Mitgliederversammlungen des BVV Versicherungsvereins und der BVV Versorgungskasse am 26. Juni 2026 in Berlin den Kurs des BVV bestätigt und Weichen für die Zukunft der Unternehmen gestellt.
Trotz eines volatilen Umfelds schaut Deutschlands größte Pensionskasse nach Anlagevermögen auf ein solides Geschäftsjahr zurück und unterstreicht laut eigenen Angaben ihre langfristige Stabilität und Verlässlichkeit.
„...erheblich weltpolitische Unsicherheiten“
Marco Herrmann, Vorstandsvorsitzender des BVV, präsentierte den Delegierten auf den Mitgliederversammlungen in Berlin das Jahresergebnis und ordnete es in das Marktumfeld ein: „Das Jahr 2025 war von erheblichen weltpolitischen Unsicherheiten geprägt. Diese haben sich direkt auf das Wirtschaftswachstum und die Kapitalmärkte ausgewirkt. Die hohe Volatilität führte zu einem zurückhaltenden Investitionsumfeld, in dem alle institutionellen Anleger weltweit agiert haben."
DORA-Einführung gut gemeistert
Hinzu kamen steigende regulatorische Anforderungen, insbesondere durch den Digital Operational Resilience Act (DORA). Hier hat der BVV gezielt in IT, Resilienz und Infrastruktur investiert – eine zeitlich begrenzte Investitionsphase, die die langfristige Stabilität und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens stärken soll. „Das Ergebnis ist erfreulich: Im Rahmen der erstmaligen DORA-Prüfung durch den Wirtschaftsprüfer waren keine wesentlichen Feststellungen zu verzeichnen – das ist im Marktvergleich ein hervorragendes Ergebnis", so Herrmann.
„Oberste Priorität“
„In diesem anspruchsvollen Umfeld hat der BVV solide navigiert, weil wir langfristig denken und langfristig handeln. Bei allen Investitionsentscheidungen hat die Erfüllbarkeit unserer Verpflichtungen gegenüber unseren Mitgliedern und Leistungsempfängern stets oberste Priorität", betonte Herrmann. „Mit einer starken Kapitalbasis, einem breit diversifizierten Portfolio und einer professionellen Risikosteuerung erfüllen wir die hohen Anforderungen an Governance und Stabilität, denen wir als Versorgungseinrichtung unterliegen."
Hoher Jahresüberschuss, ausbaufähige Nettoverzinsung
Die Zahlen des Geschäftsjahres 2025 unterstreichen die finanzielle Stabilität und Widerstandsfähigkeit des BVV: Die verdienten Beiträge stiegen gegen den demographischen Trend erneut leicht von 694 auf 702 Millionen Euro. Von dem erwirtschafteten Jahresüberschuss in Höhe von 68 Millionen Euro stellte das Unternehmen rund 21 Millionen Euro in die Verlustrücklage ein – angesichts des unverändert herausfordernden Kapitalmarktumfeldes ein Erfolg und ein weiterer Beleg für die Finanzkraft des BVV. Die Eigenkapitalquote beträgt 7,3 Prozent, die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen beläuft sich auf 2,8 Prozent. Zum Vergleich: Dieser Wert belief sich für das Anlagejahr 2024 auf 3,0 Prozent.
Betonung der bAV durch die Politik bestätigt Kurs
Mit der BVV.MAXRENTE ist der BVV Produktgeber und durchführende Einrichtung für das Sozialpartnermodell der Finanzwirtschaft, das in den vergangenen Monaten weitere Verbreitung unter Finanzdienstleistungsunternehmen verzeichnen konnte. „Das Zweite Betriebsrentenstärkungsgesetz sowie das im Koalitionsvertrag der Bundesregierung festgehaltene Vorhaben, die betriebliche Altersversorgung weiter stärken zu wollen, bestätigen uns in unserem Kurs, als Full-Service-Anbieter bAV-Lösungen aus einer Hand anzubieten“, so Vorstandsmitglied Dr. Helmut Aden. „Als großer deutscher Altersversorger beteiligen wir uns darüber hinaus in den entsprechenden Fachverbänden und Gremien an der aktuellen rentenpolitischen Diskussion in Deutschland“, so Dr. Aden. (aa)




