Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:
Ad

Low-Touch-Komprimierung

Der anhaltende Druck durch Verschuldungsquoten, Bestimmungen für G-SIBs und begrenzte betriebliche Ressourcen zwingt Banken dazu, nach zunehmend ausgeklügelten Komprimierungslösungen zu suchen.

Anzeige
| Märkte
twitterlinkedInXING

So entwickelten sich Staatsanleihen und Renditen im vergangenen Monat

Investoren mussten im Oktober 2019 mit sinkenden Kursen und damit steigenden Renditen bei Staatsanleihen umgehen. Bei einem bekannten Land gab es aber eine gegensätzliche Entwicklung und damit Kursgewinne.

staatsanleihen_styleuneed.jpg
© styleuneed / stock.adobe.com

Die globalen Staatsanleiherenditen legten im Oktober vor dem Hintergrund durchwachsener Konjunkturdaten das zweite Mal in Folge kräftig zu, berichtet "Tradeweb" in einem "Institutional Money" exklusiv vorliegenden Bericht. Eine bemerkenswerte Ausnahme waren griechische Staatsanleihen, deren zehnjährige Rendite um 23 Basispunkte auf 1,04 Prozent zurückging. Griechenland verzeichnete im September einen Anstieg der Industrieproduktion, und seine Wirtschaft wird im Jahr 2019 voraussichtlich um 2,1 Prozent wachsen.

Deutschland und Frankreich im Gleichschritt
Demgegenüber stiegen die Renditen der zehnjährigen Bundesanleihe und der zehnjährigen französischen Staatsanleihe um 18,5 bzw. 17,5 Basispunkte und beendete den Oktober bei -0,10 bzw. -0,40 Prozent. Der Markit-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe lag in Frankreich bei 50,7 Punkten und in Deutschland bei 42,1 Punkten, gegenüber 50,1 Punkten bzw. 41,7 Punkten im September. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gab jedoch bekannt, dass es für das dritte Quartal zum zweiten Mal in Folge mit einem leichten Konjunkturrückgang rechne, was eine technische Rezession bedeutet.

Zur Erinnerung: Am 24. Oktober 2019 kündigte der scheidende EZB-Präsident Mario Draghi an, dass die Zentralbank ihre Forward Guidance und ihren Leitzins unverändert belassen würde. Auf der letzten geldpolitischen Sitzung vor seiner Amtsübergabe an Christine Lagarde sagte Mario Draghi, die jüngsten Konjunktur- und Stimmungsindikatoren würden weiterhin auf ein moderates positives Wachstum in der zweiten Jahreshälfte hindeuten.

Steigende Renditen auch in UK
In Großbritannien stieg die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihe (Gilt) um 14 Basispunkte und beendete den Monat bei 0,62 Prozent. Der britische Einkaufsmanagerindex (PMI) von IHS Markit/CIPS stieg im Oktober auf 49,6 Punkte (Vormonat: 48,3 Punkte) und übertraf damit abermals die Prognosen, die von 48,1 Punkten ausgegangen waren. Indessen einigten sich die europäischen Entscheidungsträger darauf, den Brexit um drei Monate zu verschieben, nachdem das britische Parlament am 19. Oktober die Abstimmung über das zwischen Ministerpräsident Boris Johnson und der EU ausgehandelte Abkommen verschoben hatte.

Nur marginale Renditeanstiege in Nordamerika
Auf der anderen Seite des Atlantik stiegen die zehnjährigen Renditen der US-Treasury und der kanadischen Benchmarkanleihe um knapp 2 bzw. um 5 Basispunkte und beendeten den Monat bei 1,69 Prozent bzw. 1,41 Prozent. Laut Daten der Fed ging die Industrieproduktion im September um 0,4 Prozent zurück, nachdem sie im August um 0,8 Prozent gestiegen war. Am 30. Oktober senkte der Offenmarktausschuss der Fed (FOMC) die Spanne für den Leitzins auf 1,50 bis 1,75 Prozent, während die Bank of Canada weiterhin einen Tagesgeldsatz von 1,75 Prozent anstrebte.

Japan weiterhin expansiv eingestellt
In der Asien-Pazifik-Region stieg die Rendite der zehnjährigen japanischen Staatsanleihe um acht Basispunkte an und beendete den Monat bei -0,14 Prozent. Die Bank of Japan beließ ihre Geldpolitik unverändert, brachte jedoch ihre Bereitschaft zum Ausdruck, falls erforderlich weitere Zinssenkungen vorzunehmen. Der von der Jibun Bank veröffentlichte Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe – ein Index, der sich aus verschiedenen Industriedaten zusammensetzt – fiel im Oktober auf ein 40-Monatstief von 48,4 Punkten, nachdem er im September noch bei 48,9 Punkten gelegen hatte. (aa)

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzerklärung zu. Mehr erfahren