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So entwickelte sich Subordinated Debt im vergangenen Monat

Die unterschiedlichen Subordinated Debt-Segmente performten im Juli unterschiedlich, wie einer Analyse von Crédit Mutuel Asset Management zu entnehmen ist. Vor allem Contingent Convertible Bonds, alias "CoCo"-Bonds, haben relative Stärke gezeigt.

© Merian Financials

Eckpunkte:

  • Subordinated Bonds konnten sich im Juli dem allgemeinen Renditeanstieg nicht entziehen
  • Additional Tier 1-Bonds von Banken haben sich im Vergleich zu anderen Segmenten etwas besser gehalten
  • Diese Stärke basiert auf mehreren Faktoren

Das Wiederaufflammen der Spannungen im Nahen Osten hat im Juli 2026 auch die Zinsmärkte nicht verschont: "Als Reaktion auf die steigenden Ölpreise haben sich die Renditen von Staatsanleihen ausgeweitet, während die Credit-Segmente für nachrangige Schuldtitel stabil geblieben sind und kaum eine Ausweitung der Spreads zu verzeichnen war", berichten Paul Gurzal, Co-Head of Fixed Income und Jérémie Boudinet, Head of Financial and Subordinated Debt, von Crédit Mutuel Asset Management in einem aktuellen Marktrückblick.

Unterschiedlich hohe Kursverluste
Tier-2-Anleihen von Versicherungsgesellschaften haben im Monatsverlauf aufgrund ihrer höheren Anleihe-Sensitivität erwartungsgemäß eine unterdurchschnittliche Performance von -1,2 Prozent verzeichnet, während Unternehmenshybride um 0,8 Prozent nachgaben.

CoCos haben sich mit einem begrenzten Rückgang von 0,3 Prozent besser entwickelt. Grund dafür waren Gurzal und Boudinet zufolge die moderateren Auswirkungen des Zinseffekts und eine sehr starke Widerstandsfähigkeit der Spreads (228 Basispunkte Ende Juli gegenüber 237 Basispunkten Ende Juni für den Bloomberg CoCo€-Index).

"Die Verengung der Spreads in diesem Segment ist umso bemerkenswerter, als sich der iTraxx Crossover CDS-Index im gleichen Zeitraum von 245 Basispunkten auf 261 Basispunkte ausgeweitet hat", merken Gurzal und Boudinet an.

Hoffen auf friedliche Lösung im Nahen Osten
Die relative Ruhe am Markt für Nachranganleihen spiegelt die Erwartung einer positiven Lösung der geopolitischen Krise und einer Rückkehr zur „Normalität“ bei den Zinssätzen und dem Ölpreis wider – und das in einem Umfeld, in dem die Nachfrage nach Anleihen mit Carry weiterhin besteht.

Die Ruhe am Primärmarkt hat laut Gurzal und Boudinet ebenfalls zur Stabilisierung der Spreads beigetragen, da es im Juli keine neuen CoCo-Emissionen oder Unternehmenshybride gab und nur zwei Tier-2-Emissionen (die polnische Bank Pekao in EUR und der britische Versicherer Standard Life in GBP) erfolgten.

Wenig neue CoCo-Bonds im Jahresverlauf zu erwarten
Die Erwartungen hinsichtlich der Emissionen von AT1-CoCo-Anleihen durch Banken für die zweite Jahreshälfte 2026 sind Gurzal und Boudinet zufolge gering, da die meisten Banken ihre Refinanzierungsprogramme bereits abgeschlossen haben. "Zwar dürften einige andere Banken versucht sein, auch noch weiter in der Zukunft liegende Calls vorzufinanzieren, doch ist für den Rest des Jahres mit einer gewissen Unterstützung aus dieser Richtung zu rechnen", prognostizieren Gurzal und Boudinet.

Europäische Bankensektor profitabel, immer wieder M&A-Gerüchte
Die Berichtssaison für das zweite Quartal 2026 ist in vollem Gange und verläuft für den europäischen Finanzsektor sehr positiv. Insgesamt weisen die europäischen Banken, die bislang ihre Ergebnisse veröffentlicht haben, eine gute Profitabilität auf. Laut Citi haben 13 von 23 Banken ihre Gewinnprognosen angehoben und gleichzeitig gesunde Bilanzen vorgelegt – insbesondere im Hinblick auf notleidende Kredite, deren Stand in den letzten sechs Monaten stabil geblieben ist.

Im Zentrum des Interesses stehen weiterhin Ankündigungen und Gerüchte zu Fusionen und Übernahmen, die unermüdlich kursieren, jedoch in der Regel keine nennenswerten Auswirkungen auf die Spreads der betroffenen Emittenten haben. (aa)

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