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Sind europäische Banken und Energietitel "the place to be"?

Die Schlagzeilen werden von Inflation, steigenden Zinsen, Rezession und der anhaltenden Energiekrise in Europa beherrscht. Aktien sind jedoch zukunftsorientierte Instrumente, und viel Pessimismus ist eingepreist. Welche Chancen bietet der Markt aktuell, die in Betracht gezogen werden sollten?

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Niall Gallagher, Investment Director GAM Star European Equity
© GAM / Montage: Institutional Money

"Europäische Aktien haben bisher ein schwieriges Jahr hinter sich. Einige Bereiche des Marktes werden zu niedrigeren Bewertungen gehandelt als zu Zeiten der globalen Finanzkrise und der Pandemie. Wir glauben: Die Gewinnerwartungen einiger Unternehmen werden insbesondere bei den Verbrauchern in den kommenden Monaten leicht zurückgehen. Aber wir glauben nicht, dass dies so drastisch sein wird, wie es die Aktienkurse vermuten lassen. Wir gehen sogar davon aus, dass die Erträge in einigen Sektoren, insbesondere bei Banken und im Energiesektor, steigen werden", sagt Niall Gallagher, Investment Director GAM Star European Equity. 

Steigende Zinsen sollten Rentabilität im Bankensektor erhöhen
Der erwartete deutliche Anstieg der Zinssätze wird sich nach Ansicht von Niall Gallagher substantiell auf die Rentabilität des Bankensektors auswirken: "Ein Anstieg der kurzfristigen Zinssätze in der Eurozone um 200 Basispunkte könnte zu einem Anstieg der Rentabilität um etwa 50 Prozent führen. Es gibt Befürchtungen, dass eine Rezession zu einem Anstieg der Rückstellungen für notleidende Kredite führen könnte und dass dies die Vorteile der Zinserhöhungen für die Banken überwiegen könnte. Wir glauben nicht, dass dies der Fall sein wird. Die europäischen Banken haben während des letzten Jahrzehnts enorm Kapital aufgebaut und nur sehr wenig neue Kredite vergeben; zusätzlich haben die Aufsichtsbehörden in diesem Jahr Aktienrückkäufe und Dividendenzahlungen genehmigt."

Die Banken haben sich seit der globalen Finanzkrise verändert
Im Vergleich zu 2007 ist die Eigenkapitalquote, die sich auf die Höhe des von den Banken gehaltenen Kapitals bezieht, um ein Vielfaches gestiegen. Außerdem haben die Banken Umstrukturierungen vorgenommen und die Quote der notleidenden Kredite deutlich reduziert. Noch wichtiger ist, dass in Europa ein erheblicher Schuldenabbau im Verbraucher- und Unternehmenssektor stattgefunden hat. So hatten spanische Banken im Jahr 2006 ein Verhältnis von Krediten zu Einlagen von etwa 130-140 Prozent, während es heute bei etwa 80 Prozent liegt.

Energiesektor: Möglicher Aufwärtswind für europäische Aktien
Der europäische Energiesektor wird ebenfalls profitieren, wobei die These laut Gallagher hier viel einfacher ist: "Wir erwarten, dass die Öl- und Gaspreise hoch bleiben, und die Energieunternehmen erhebliche Barmittel erwirtschaften. Außerdem sind wir der Meinung, dass die Ölkonzerne eine wichtige Rolle bei der Energiewende spielen, was von den politischen Entscheidungsträgern erst jetzt richtig wahrgenommen wird. Die Gewinnverbesserungen in diesen beiden Sektoren könnten den Gewinnschätzungen für die gesamte europäische Aktienklasse einen Aufwärtsimpuls verleihen."

Entscheidend: Selektivität und aktives Management
Darüber hinaus ist man bei GAM der Ansicht, dass wichtige langfristige strukturelle Megatrends wie der Aufstieg der asiatischen Mittelschicht, die Digitalisierung, die Dekarbonisierung, die Konvergenz von Offline- zu Online-Zahlungen und die Verlagerung von Bargeld zu digitalen Zahlungen weiterhin bestehen und sich möglicherweise noch verstärken würden. In diesen Fällen würden die Wertentwicklungen einzelner Aktien wahrscheinlich deutlich stärker differenzieren. "Selektivität und aktives Management werden zur Unterscheidung zwischen Gewinnern und Verlierern entscheidend sein", prophezeit Gallagher. (kb)

 

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